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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Direktor: Bauhaus war Ideengeber für MoMA PDF Drucken E-Mail
Freitag, 30. Oktober 2009 um 07:33 Uhr

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Dessau/New York (dpa/sa) - Das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) hat sich aus Expertensicht bei seiner Gründung vor 80 Jahren stark am Bauhaus orientiert. «Das Bauhaus mit seiner umfassenden Konzeption war Ideengeber für das MoMa», sagte der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, vor der Eröffnung der Ausstellung «Bauhaus 1919-1933: Workshop for Modernity» (8.11.-19.01) in dem bekannten New Yorker Museum, in Dessau-Roßlau. «Das MoMa hat damals den Schritt gemacht, nicht nur die klassischen Künste zu zeigen, sondern auch Fotografie, Design und Architektur», sagte Oswalt.   

 

Schon 1938 hatte sich die heute weltbekannte, von Walter Gropius (1883-1969) in Weimar gegründete, Hochschule für Gestaltung im MoMa präsentiert. «Diese Ausstellung hatte Gropius selbst konzipiert», sagte Oswalt. Der Einfluss des Bauhauses in den USA sei dann vor allem mit der Einwanderung von Bauhaus-Künstlern gewachsen. «Die Migranten haben viele Schlüsselpositionen an Hochschulen besetzt», so der Stiftungs-Direktor.   

 

 

«Gropius zum Beispiel hat auch in Harvard unterrichtet und eine ganze Generation von US-Architekten geprägt, Mies van der Rohe lehrte in Chicago.» Wegen der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, die das Bauhaus schließen ließen, war Gropius 1937 in die USA emigriert, Mies van der Rohe (1886-1969) folgte 1938. «Während in Europa das eher sozialdemokratisch/sozialistisch geprägte Bauhaus ein gesellschaftliches Anliegen vertrat, wurde es durch den Transfer nach Amerika vor allem zum Stilbegriff», sagte Oswalt.   

 

Die am 8. November beginnende Ausstellung im MoMa repräsentiert laut Oswalt das breite Spektrum der Bauhaus-Schule: Architektur, Industriedesign, Möbel, Textilien, Keramik, Theater- und Kostümentwürfe, Grafiken, Fotografien, Malereien und Skulpturen. «Sie korrigiert auch die Klischee-Vorstellung vom Bauhaus der weißen Kuben und der Nüchternheit: Auch expressionistische Formen aus der frühen Weimarer Zeit werden gezeigt», sagte Oswalt.   

 

Die meisten Exponate stammen aus der MoMa-Sammlung sowie dem Metropolitan Museum in New York, aus Museen in Paris und Boston sowie privaten Sammlungen. Einige Werke aus den drei Bauhaus-Stätten Weimar, Dessau und Berlin übernimmt das MoMA von der Schau zum 90. Jubiläum des Bauhauses, die dieses Jahr 166 000 Besucher in den Berliner Gropiusbau gelockt hatte. 

 

Gespräch: Sophia-Caroline Kosel, dpa



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