| Sonderschau zu Wassily Kandinsky und Jena |
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| Freitag, 04. September 2009 um 17:33 Uhr | ||
Jena (dpa) - Meisterwerke des russischen Expressionisten und Bauhauskünstlers Wassily Kandinsky (1866-1944) zeigt die Kunstsammlung Jena von Sonntag an in einer Sonderausstellung. Unter dem Titel «Punkt und Linie zu Fläche. Kandinsky am Bauhaus» präsentiert das Museum bis 22. November kostbare Leihgaben unter anderem aus Moskau, Helsinki, Zürich, London, Krasnojarsk und New York. Gezeigt werden prägende abstrakte Arbeiten aus der Bauhaus- Zeit, aber auch Frühwerke und Landschaften, teilte das Stadtmuseum am Freitag mit. Kandinsky und die meisten Weimarer Bauhausmeister hatten enge Kontakte zur Universitätsstadt Jena. Weimar war Arbeitsort, Jena jedoch ihre geistige Heimat.
Die Schau ist Teil der Bauhaus-Jahres in Thüringen. Die wichtigste Architektur- und Designschule des 20. Jahrhunderts war im April 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet worden. Ein besonderes Augenmerk widmet das Museum Kandinskys Verflechtungen mit Jena - vor allem seinen Kontakten zum damaligen Kunstverein, der zwischen 1903 und 1933 neue Tendenzen in der Kunst förderte und ausstellte. 1922 war Kandinsky am Bauhaus Formmeister für Wandmalerei und Lehrer im Vorkurs geworden. Er förderte analytische Methoden im künstlerischen Schaffen und war bis zur Schließung des Bauhauses 1933 durch die Nationalsozialisten in Berlin einer seiner prägendsten Vertreter.
Die Jenaer Kunstfreunde organisierten bis 1933 sechs Einzel- und Gruppenausstellungen mit Arbeiten von Kandinsky. 1925 hielt er dort seinen richtungsweisenden Vortrag «Über abstrakte Kunst». Es habe nur wenige vergleichbare Beispiele bürgerlichen Engagements für zeitgenössische Kunst außerhalb der Metropolen gegeben, schätzte Kurator Erik Stephan die Arbeit des Kunstvereins Jena ein. |
























































