| Wahl-Kunstprojekt schickt Fische auf Stimmenfang |
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| Samstag, 05. September 2009 um 05:05 Uhr | ||
Konstanz (dpa/lsw) - Ein Kunstprojekt mit Hintersinn und Humor zum Superwahljahr erregt in Konstanz Aufsehen. «Mit uns gegen den Strom - die Fische» heißt die Arbeit des Medienkünstlers Markus Brenner. Für die Unterwasserinstallation im Bodensee hat er Forellen maßgefertigte bunte Badeanzüge angezogen, fotografiert und die Bilder auf Plastikfolien übertragen. Täuschend echt bewegen sich 15 im Grund eines Seitenkanals verankerte Tiere in der Strömung. Parallel dazu schickt er seine Fische in den Wahlkampf. Die Werbeplakate der «Fischpartei» schmückt eine Forelle im schwarz-rot-goldenen Badekostüm.
«Damit will ich ein Zeichen gegen die Politikverdrossenheit setzen», sagt der 46-Jährige. «Wir sind eine Alternative zu den etablierten Parteien, die in der Vorwahlzeit immer die gleichen Versprechen machen und die alten Phrasen dreschen», kritisiert er. Dagegen laute der Slogan der «Fischpartei»: «Wir garantieren Tiefgang.» Die Fische treten auch für freien Handel unter Wasser ein und fordern saubere Abläufe. Das Kunstprojekt wurde von der Stadt gefördert.
Mit seiner «Fischpartei»-Inszenierung will der 46-Jährige die Kommunikationsformen im Wahlkampf auf die Schippe nehmen und der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, indem er menschliches Verhalten und Rollenklischees auf die Tierwelt überträgt. «Ein Badeanzug bei Fischen ist widersinnig. Aber auch unsere Verhaltensweisen scheinen manchmal absurd und paradox». Es gehe nicht um Show und Comedy, sondern um eine «spielerische Gegenwelt» zur realen Politik. «Die Fische sollen mehr Fragen stellen als Antworten geben», sagt Brenner. |
























































