| Wismut-Monumentalbild übergeben |
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| Montag, 07. September 2009 um 04:58 Uhr | ||
Löbichau (dpa/th) - Trotz Kritik ist am Samstag das Wismut- Monumentalbild «Die friedliche Nutzung der Kernenergie» von 1974 in Löbichau bei Gera übergeben worden. Es misst 192 Quadratmeter und stammt vom Berliner Künstler Werner Petzold. Als Leihgabe der bundeseigenen Wismut GmbH ist es nun Teil des Projekts «Resurrektion Aurora», das sich künstlerisch mit den Folgen des rücksichtlosen Uranbergbaus für Mensch und Umwelt auseinandersetzt. «Für mich ist dieses Bild Denkmal, Mahnmal und Kunstwerk zugleich», sagte Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos).
Das Bild steht jetzt auf freiem Feld und erinnert an die Geschichte des Uranerzbergbaus in der Region sowie die Lebensleistung und Schicksale tausender Bergleute. «Das ist keine Verherrlichung, sondern ein Mahnmal», stellte der FDP-Bürgermeister von Löbichau, Rolf Hermann, klar. «Ein Mahnmal auch dafür, wie Menschen belogen und getäuscht wurden, da das hier geförderte Uran eben nicht friedlichen Zwecken zugeführt wurde, sondern der sowjetischen Atommacht zur Aufrüstung diente», erklärte Rydzewski in einem verbreiteten Grußwort. Der frühere sowjetisch-deutsche Uranförderer Wismut hat von 1947 bis 1990 in Thüringen und Sachsen Uran für die Atomwaffen und Kernkraftwerke der Sowjetunion gefördert. Mit 231 000 Tonnen war die DDR in dieser Zeit der drittgrößte Uranproduzent weltweit.
Das Bild, ein Auftragswerk der Wismut, war 1974 zum 25. Jahrestag der DDR feierlich an einem Verwaltungsgebäude in Paitzdorf (Kreis Greiz) enthüllt worden. Beim Abriss des Hauses wurde auch das Wandbild aus Emaille demontiert und eingelagert. Den nun erfolgten Wiederaufbau an dem neuen Standort hatten SPD und Grüne kritisiert. Der Sprecher der Grünen im Altenburger Land, Ingo Prehl, bezeichnete es als «demagogisches Werk», das keinen «überragend historischen noch künstlerischen Anspruch» habe. SPD-Landesvize Hartmut Schubert mahnte eine öffentliche Debatte über das Bild und den neuen Standort an.
Das Projekt «Resurrektion Aurora» entstand als Begleitprojekt zur Bundesgartenschau 2007. Dabei werden die beiden ehemaligen Wismut- Standorte Drosen und Beerwalde durch eine Lindenallee verbunden. Neben einem ehemaligen Förderturm und einem «gepflanzten Regenbogen» auf einer einstigen Halde gehört auch ein Skulpturenpark dazu. |
























































