| Erster Spatenstich für Städel-Erweiterung |
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| Montag, 07. September 2009 um 05:04 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat am Sonntag das rund 30 Millionen Euro teure Neubauprojekt des Frankfurter Städel begonnen. Ein unterirdischer Erweiterungstrakt soll die Ausstellungsfläche des traditionsreichen Kunstmuseums von 4000 auf 7000 Quadratmeter vergrößern. Zudem wird der Altbau für weitere zehn Millionen Euro saniert. Im Neubau werden künftig rund 850 zeitgenössische Werke gezeigt, darunter Leihgaben der Deutschen Bank und der Frankfurter DZ Bank.
Das 1876 als Stiftung gegründete Museum besitzt mit 3000 Gemälden und 100 000 Zeichnungen eine der bedeutendsten Kunstsammlungen in Europa. Städel-Direktor Max Hollein sprach am Sonntag bei einem großen Fest von einem «Meilenstein für die Entwicklung» des traditionsreichen Kunstinstituts. Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) erinnerte an den Bürgersinn bei der Gründung des Städels. Bei dem Zukunftsprojekt seien jetzt «private und öffentliche Hände» gemeinsam gefordert.
Der von dem Frankfurter Architektenbüro Schneider + Schumacher geplante Anbau wird unterirdisch zwischen dem Museum und der gegenüberliegenden Städelschule errichtet. Fast 200 in den Rasen eingelassene Glaskuppeln lassen Tageslicht in die neuen Ausstellungsräume hinein.
Während der Bauzeit schließt das Museum vom kommenden Früjahr an für ein Jahr auch seinen Altbau. Da erst 80 Prozent der Baukosten gedeckt sind, startet das Städel eine Werbeaktion, um die fehlenden Millionen durch Spenden zu finanzieren. Zu den Kosten steuert die Gemeinnützige Hertie-Stiftung sieben Millionen Euro bei, die Stadt Frankfurt hat acht Millionen Euro zugesichert. Fünf Millionen stammen aus dem Konjunkturprogramm des Bundes. Drei Millionen geben das Frankfurter Bankhaus B. Metzler und die Familie Metzler hinzu. Die benachbarte Stadt Eschborn beteiligt sich mit zwei Millionen, hinzu kommen weitere Spenden.
Das Ausstellungshaus an der Holbeinstraße bleibt während des Bauprojekts geöffnet und zeigt eine Retrospektive mit Ernst Ludwig Kirchner sowie danach Hauptwerke aus der Sammlung. Um die Einnahmeausfälle auszugleichen, werden bedeutende Meisterwerke auf Auslandstourneen in anderen Häusern gezeigt.
Ursprünglich sollte mit dem Neubau bereits vor knapp einem Jahr begonnen werden. Wegen der ungesicherten Finanzierung schob sich der Termin immer wieder hinaus. Um an die fünf Millionen aus dem Konjunkturprogramm zu kommen, muss mit den Arbeiten aber noch in diesem Jahr begonnen werden. |
























































