| Bestandsaufnahme der einstigen Bauhaus-Bibliothek |
|
|
|
| Dienstag, 08. September 2009 um 05:07 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Eine Bestandsaufnahme der Bibliothek des 1919 gegründeten Bauhauses hat die Universität Weimar gewagt. Wichtigstes Hilfsmittel für die erste systematische Erschließung der Altbestände seien die Stempel mit den weltbekannten Bauhaus-Signets von Karl Peter Röhl und Oskar Schlemmer gewesen, sagte Mitherausgeber Frank- Simon Ritz am Montag zur Präsentation des Buches «Die Bauhaus- Bibliothek - Versuch einer Rekonstruktion» in Weimar. Darin werden 147 Titel analysiert, die sich bis heute in der Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar erhalten haben. Die Bücher spiegelten in einmaliger Weise Geisteshaltung und Denktraditionen der Bauhäusler wieder.
Interessant seien beispielsweise Ankäufe für Kulturgeschichte wie die Bände der Schriftenreihe «Kulturen der Erde», deren Themenspektrum vom Inkareich in Peru über Sakralkulte Afrikas bis zu Indianern Nordamerikas reiche. Der historische Bibliotheksbestand verdeutliche auch, wie sich die bedeutendste Architektur- und Designschule des 20. Jahrhunderts in ihren Anfangsjahren in den kunst- und kulturpolitischen Diskurs der Zeit positionierte. So wurden Publikationen des Arbeitsrates für die Kunst angekauft, dessen Vorsitzender Bauhaus-Gründer Walter Gropius war.
Ebenso für die Forschung interessant sind Exlibris, persönliche Notizen sowie Handeinbände aus der Buchbinder-Werkstatt von Otto Dorfner. Seit Montag gibt eine kleine Vitrinenausstellung in der Universitäts-Bibliothek zudem einen Überblick über die Bauhaus- Hinterlassenschaft. |
























































