| Drei Museen präsentieren Informel-Künstler Hoehme |
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| Samstag, 12. September 2009 um 04:28 Uhr | ||
Düsseldorf/Duisburg (dpa/lnw) - Gleich drei Museen in Düsseldorf und Duisburg würdigen in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt den Abstraktionskünstler Gerhard Hoehme. 20 Jahre nach dem Tod des Malers und Zeichners (1920-1989) präsentieren das Museum Küppersmühle und das Lehmbruck-Museum in Duisburg sowie das Düsseldorfer museum kunst palast das Lebenswerk Hoehmes. Unter dem gemeinsamen Titel «die Unruhe wächst», der auch Titel eines seiner Bilder ist, sind vom 13. September 2009 bis zum 10. Januar 2010 Bilder, plastische Werke und Zeichnungen zu sehen, wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilten.
Hoehme gehörte als Vertreter der informellen Kunst zu den Mitbegründern der abstrakten Kunst im Nachkriegsdeutschland. In den 1950er und 1960er Jahren entwickelte er eine spezifische Bildsprache und benutzte ungewöhnliche Bildformate und kunstfremde Materialien. Werkstoffe wie Draht, Holz oder bunte Plastikschnüre lassen seine Arbeiten in die dritte Dimension treten. In den späten 1950er Jahren malte er seine «Borkenbilder», bei denen er die Farbe dick auftrug, um sie dann wieder abzukratzen. Auch die Schnittmusterbögen seiner Mutter oder Damastdecken bearbeitete Hoehme künstlerisch. Aufbauend auf dem deutschen Informel entwickelte Hoehme ein eigenwilliges und vielschichtiges Werk.
Im Museum Küppersmühle sind rund 70 Arbeiten aus den zentralen Schaffensjahren 1955 bis 1989 zusammengeführt. Die Gemälde, Objektkästen, didaktischen Zeichnungen und Rauminstallationen stammen aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Das Duisburger Lehmbruck- Museum gibt mit rund 20 Arbeiten aus dem eigenen Bestand einen Einblick in das bildplastische Werk Hoehmes. Das Museum besitzt sechs dreidimensionale Wand- und Bodenarbeiten, darunter das Ensemble «S'amje», «Raumbeule» und «Farbpfahl» aus dem Jahr 1957. Rund 80 Arbeiten auf Papier - Zeichnungen, Aquarelle und Tuschen - werden im Düsseldorfer museum kunst palast gezeigt.
Der in Greppin bei Dessau geborene Hoehme war erst nach dem Zweiten Weltkrieg als 28-Jähriger zur Kunst gestoßen. 1959 war er Teilnehmer der documenta II in Kassel. Von 1960 bis 1985 lehrte Hoehme an der Kunstakademie in Düsseldorf, wo unter anderem Sigmar Polke zu seinen Studenten gehörte. |
























































