| Restauratoren legen Rubens-Gemälde frei |
|
|
|
| Samstag, 12. September 2009 um 04:34 Uhr | ||
Siegen/Münster (dpa/lnw) - Das Bild «Caritas Romana» des flämischen Barockmalers Peter Paul Rubens, das Teil der Rubens- Sammlung im Siegerlandmuseum ist, soll aufwendig restauriert werden. Das Gemälde ist nach Einschätzung der Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe vermutlich eines der wenigen Bilder, die der 1577 in Siegen geborene Maler nicht nur skizziert, sondern selbst gemalt hat. Dies werde sich wahrscheinlich im Laufe der Restaurierung zeigen, teilte der LWL am Donnerstag in Münster mit.
Das Bild hatte der Verein der Förderer des Siegerlandmuseums 1953 über den Kunsthandel erworben. In der Vergangenheit war das Gemälde mehrfach gereinigt und mit Firnissen aufgefrischt worden. LWL- Restaurator Ryszard Moroz: «Diese Frischmachungen, die dazu dienten, das Bild besser verkaufen zu können, haben ihm mehr geschadet als die Alterung.» Aggressive Reinigungsmittel und Lackierungen haben ihre Spuren hinterlassen. Auch die Signatur soll im Laufe der 75 000 Euro teuren Restaurierung wieder freigelegt werden.
Das zwei Mal zwei Meter große Gemälde zeigt eine Szene aus einer Geschichte des römischen Schriftstellers Valerius Maximus, in welcher der Philosoph Cimon zum Tod durch Verhungern verurteilt wird. Da seine Tochter ihm bei ihren Besuchen heimlich die Brust gibt, bleibt er auch nach langer Kerkerhaft am Leben. Als die Richter den Grund dafür herausfinden, sind sie beeindruckt von der töchterlichen Liebe und begnadigen den Vater.
Das Museum in der Geburtsstadt des Malers beherbergt mit neun Rubens-Werken einen besonderen Schatz. Bei der Restaurierung wird das Gemälde abgespannt. Die Restauratoren planieren wellige Fragmente und Unebenheiten der Malschicht und tragen dann eine Schutzschicht auf. Später soll auch das Klima im Ausstellungsraum optimiert werden. Tags: gem
|
























































