| Sammler Schürmann beerdigt Museumspläne für Düsseldorf |
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| Samstag, 12. September 2009 um 04:39 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Kunstsammler Gaby und Wilhelm Schürmann haben den Plan aufgegeben, im Düsseldorfer Medienhafen ein Privatmuseum für ihre renommierte Sammlung zu bauen. «Das Projekt ist beerdigt. Es war zu hoch aufgehängt, uns wurde die Nummer zu groß», sagte Wilhelm Schürmann am Donnerstagabend auf dpa-Anfrage und bestätigte teilweise einen Bericht der «Westdeutschen Zeitung».
Schürmann schloss nicht aus, dass Düsseldorf an anderer Stelle dennoch Standort der Sammlung wird. Er vermisse allerdings bislang das konkrete Interesse der Stadt an den Kunstwerken. Wenn sich die Stadt die Kunst nur «als Schmuckbrosche ans Oberhemd» stecken wolle, sei das für ihn nicht interessant.
Ihnen gehe es darum, die über 35 Jahre aufgebaute Sammlung aus rund 1500 Werken über längere Zeit sichtbar zu machen. Andererseits solle «die Aufbewahrung nicht zur Aufbahrung verkommen». Auf keinen Fall solle die Kunst «als private Jagdtrophäe» zur Schau gestellt werden. Wie ein neues Konzept aussehen könne, wisse er auch nicht, sagte Schürmann: «Ich habe keinen Masterplan.» Bei echtem Interesse an den Werken und nicht nur an Werten sei aber «vieles möglich», versprach Schürmann.
Trotz ihres Engagements in Berlin hätten sie das Ziel, die Sammlung im Rheinland zugänglich zu machen. Nach dem Tod von Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU), der sich um die Sammlung bemüht habe, gehe es nun darum, «vertrauensbildende Maßnahmen» zu ergreifen. Dazu würden die Gespräche nun fortgesetzt, auch wenn ihn der personelle Aderlass der Kultur in Düsseldorf schon nachdenklich mache, sagte Schürmann.
Von Sonntag an wird die Sammlung Schürmann im Museum Abteiberg in Mönchengladbach vorgestellt. Sie gilt als eine der bedeutendsten privaten Kunstkollektionen in Deutschland. Unter dem Titel «Das Gespinst» sind im Museum Abteiberg rund 80 Werke und Ensembles der internationalen Gegenwartskunst zu sehen, die das Aachener Sammlerehepaar Gaby und Wilhelm Schürmann seit den späten 1970er Jahren zusammengetragen hat.
Dazu gehören Werke von Martin Kippenberger, der seit Beginn im Zentrum der Sammlung steht. In der vom Sammler selbst kuratierten Schau sind auch Werke von Albert Oehlen, Rodney Graham, Angela Bulloch, Mike Kelley, Monika Baer und Joanne Greenbaum vertreten. |
























































