| Kunstwerk nach 51 Jahren wiedererrichtet |
|
|
|
| Samstag, 12. September 2009 um 04:44 Uhr | ||
Schwerin (dpa/mv) - Wiederauferstehung eines in der DDR zerstörten Kunstwerks nach 51 Jahren: Das Wandmosaik «Der Hahn begrüßt den Tag» von Werner Schinko wurde 1958 von Funktionären als Familienwappen von Gutsbesitzern missdeutet und daraufhin zerstört. Jetzt vollzog das Land Mecklenburg-Vorpommern einen Akt der Wiedergutmachung und ließ das 1,20 mal zwei Meter große Mosaik für die Fachschule für Agrarwirtschaft in Groß Nemerow (Mecklenburg-Strelitz) neu anfertigen. Am Freitag kehrte der Hahn an seinen alten Platz zurück, wie das Bauministerium mitteilte.
Schinko, einer der bedeutendsten Buch-Illustratoren der DDR, hatte seinerzeit den Hahn als typisches Motiv aus der Landwirtschaft gewählt, wie es hieß. Das Tier sollte ein Symbol für Fruchtbarkeit und Lebensfreude sein. Zwar habe der Künstler 1964 während der «Bitterfelder Konferenz» eine offizielle Entschuldigung der DDR- Regierung erhalten. Bisherige Initiativen, das Kunstwerk wieder anzubringen, seien jedoch gescheitert. Die Neuanfertigung ließ sich das Land 4000 Euro kosten. Schinko wird am 4. Oktober 80 Jahre alt. |
























































