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Donnerstag, 17. September 2009 um 05:10 Uhr |
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München (dpa) - Der international bekannteste chinesische Künstler und Architekt Ai Weiwei stand nach eigener Darstellung kurz vor dem Tode. Von seinem Krankenbett im Münchner Klinikum Großhadern berichtete der 52-Jährige am Mittwoch in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa über seine dringende Operation wegen einer Gehirnblutung, die durch Schläge chinesischer Sicherheitsleute vor vier Wochen in der Provinz Sichuan ausgelöst worden war.
Wie geht es Ihnen nach der Operation?
«Ich fühle mich viel besser. Die Ärzte haben mich gerettet und mir geht es jetzt wieder gut. Die Operation war erfolgreich. Ich wäre beinahe gestorben, aber bin wieder in Ordnung. Bis Montag muss ich noch im Krankenhaus bleiben.»
Ist die Gehirnblutung durch die Prügel in Sichuan ausgelöst worden?
«Es ist ein direktes Ergebnis der Schläge. Es gab innere Blutungen, nachdem ich geschlagen worden war. Bei einer ersten Untersuchung in Sichuan bin ich medizinisch nicht gut behandelt worden. In Deutschland sagten die Ärzte, ich hätte kurz vor einem Koma gestanden.»
Was für Sicherheitsleute waren das?
«Ich weiß nicht genau, wo die Leute hingehören, die mich geschlagen haben - ob Leute von der Staatssicherheit oder Polizisten. Sie sind doch alle gleich. Ich denke, es dürften Polizisten gewesen sein. Es waren mehr als 20 Leute.»
Was sagt der Zwischenfall über China?
«Wenn auch 60 Jahre nach der Gründung der Volksrepublik immer noch abgelehnt wird, Fehler selbst im Angesicht von Wahrheit oder Gerechtigkeit einzugestehen, dann ist es ein gefährliches Land.»
Interview: Andreas Landwehr, dpa
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