| Privates Kunstmuseum in Donaueschingen öffnet |
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| Donnerstag, 17. September 2009 um 05:14 Uhr | ||
Donaueschingen (dpa/lsw) - Eine private Sammlung wird öffentlich: Die Unternehmerin und Kunstsammlerin Margit Biedermann eröffnet in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) ein privates Kunstmuseum. Zum Start an diesem Sonntag (20.09./11.00) werden in einer Sonderschau rund 50 Werke internationaler Künstler gezeigt, sagte Biedermann am Mittwoch bei einer ersten Präsentation in Donaueschingen. Ihre seit 30 Jahren gepflegte Sammlung umfasst 900 Werke von 150 Künstlern - darunter Dario Basso, David Nash, Pierre Soulages, Ellsworth Kelly, Pizzi Cannello und Stefano di Nunzio. Die Werke sollen in den kommenden Jahren in wechselnden Ausstellungen zugänglich gemacht werden.
«Die Museumslandschaft in Baden-Württemberg wird reicher», sagte Biedermann. Das nach ihr benannte Museum hat eine Ausstellungsfläche von rund 800 Quadratmetern. Es ist in einem denkmalgeschützten Gebäude, das im Jahr 1848 errichtet wurde und in dem zuletzt ein Kino untergebracht war. Das Museum soll Kunstinteressierte aus dem In- und Ausland ansprechen. Es wird - außer Montag - täglich geöffnet sein. Zur Höhe der Investition machte Biedermann keine Angaben.
«Das neue Museum zeigt hochkarätige Kunst aus meiner Sammlung», sagte sie. Hinzu kommen externe Kunstwerke sowie Gastausstellungen und Kunstobjekte.
Ausgestellt wird zeitgenössische Kunst seit den 1980er Jahren, vor allem Malerei, Grafik, Zeichnung und Skulptur. Zwei Schwerpunkte sind geplant: figurative Gemälde der «Neuen Wilden» sowie abstrakte Bilder und Skulpturen zeitgenössischer internationaler Künstler. Zudem soll es Vorträge, Konzerte, Lesungen und Gesprächsrunden geben.
Hintergrund
Donaueschingen (dpa/lsw) - In Baden-Württemberg gibt es zahlreiche private Kunstmuseen. Den Anfang machte 1989 der Möbelhersteller Vitra, als er im südbadischen Weil am Rhein (Kreis Lörrach) das Vitra Design Museum eröffnete. Dem Beispiel folgten mehrere Unternehmer. Ein Publikumsmagnet ist das 2005 eröffnete Kunstmuseum Frieder Burda in Baden-Baden. Zuletzt wurde im südbadischen Riegel (Kreis Emmendingen) die private Kunsthalle des Kunstmäzens und früheren Unternehmers Jürgen Messmer eröffnet.
In Künzelsau (Hohenlohekreis) und Schwäbisch Hall hat der Schraubenfabrikant Reinhold Würth ein Museum und eine Ausstellungshalle errichtet. In Waldenbuch (Kreis Böblingen) baute das Schokoladenunternehmen Ritter ein Haus für die Kunst. Im Juni 2006 folgte die Schwarzwälder Unternehmererfamilie Grässlin mit einem Kunstmuseum in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis).
Auch die Gründung der Kunsthalle Tübingen geht auf eine private Initiative zurück. Die Schwestern Paula Zundel und Margarethe Fischer, Töchter des Unternehmers Robert Bosch, ermöglichten 1971 der Universitätsstadt den Bau und Betrieb der Kunsthalle. |
























































