| «Farben und Formen»: Werke von Ernst Wilhelm Nay |
|
|
|
| Donnerstag, 17. September 2009 um 05:22 Uhr | ||
Halle (dpa/sa) - Von der Realität zur Abstraktion: Die Galerie Kunstverein Talstrasse Halle widmet sich der künstlerischen Entwicklung des Malers Ernst Wilhelm Nay (1902-1968). Am Donnerstag wird die Schau «Farben und Formen» eröffnet. Sie präsentiert 38 Arbeiten aus 30 Jahren, wie eine Galerie-Sprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte. «Wir wollen den Schaffensprozess zeigen, wie Nay von der Realität zur Abstraktion gelangte», sagte sie. Der gebürtige Berliner galt als «Meister der Farbe» und zählte zu den einflussreichsten Künstlern im Nachkriegs-Deutschland. Berühmt wurde er vor allem durch seine in mehreren Farben erstrahlenden Farbflächen-Bilder.
In Halle sind bis zum 15. November ausgesuchte druckgrafische Arbeiten und Ölbilder aus dem Nachlass des Künstlers zu sehen. Sie stammen aus den 1930er bis 1960er Jahren. Unter den Exponaten sind auch drei Tuschezeichnungen aus dem Besitz der Stiftung Moritzburg. 1948 hatte der damalige Direktor des Museums in der Moritzburg, Gerhard Händler, dem Künstler einige Werke abgekauft. Es gab auch einen Briefwechsel zwischen den beiden, der ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird.
Ein Teil von Nays Werken war von den Nationalsozialisten als «entartete Kunst» eingestuft worden. Seine Wohnung und sein Atelier in Berlin wurden im Zweiten Weltkrieg von Bomben zerstört, daher zog er 1945 in den Taunus und später nach Köln, wo er 1968 starb. |
























































