| Lebte in Schwaben das erste Kulturvolk? |
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| Freitag, 18. September 2009 um 04:59 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Die endgültigen Beweise fehlen - aber nach dem heutigen Stand der Wissenschaft lebte in Schwaben das erste Kulturvolk der Welt. Mitten in der Eiszeit könnte vor 35 000 bis 40 000 Jahren ein «Ur-Schwabe» die Musik und sein Höhlen-Nachbar die darstellende Kunst erfunden haben. Vielleicht sind sogar erste Religionen auf der Alb entstanden. Namhafte internationale Archäologen vertreten diese These. Immerhin stammen die älteste weltweit gefundene Flöte und die älteste je gefundene Menschenfigur aus dem «Hohlen Felsen» 20 Kilometer westlich von Ulm.
Der Tübinger Urgeschichtler Nicholas Conard ist allerdings vorsichtiger. Er vermutet, dass sich die Kunst anderswo ebenso früh entwickelt hat - bloß habe man die Überreste dieser Zeit anderswo noch nicht gefunden. Die Schwäbische Alb sei ein Glücksfall für Archäologen: Im kalkhaltigen Gestein seien Funde aus der Eiszeit womöglich nur besser erhalten geblieben als anderswo.
Unumstritten ist aber, dass die Menschen auf der Schwäbischen Alb zumindest sehr früh dran waren mit ihrer kulturellen Entwicklung. Dabei herrschten damals eisige Temperaturen, und die Menschen kämpften um ihr Überleben. Gerade bei diesen Lebensbedingungen half die Kunst den Menschen, ist Conard sicher. Die Kunst habe dazu beigetragen, dass größere soziale Netzwerke entstanden. Außerdem lernten die Menschen durch die darstellende Kunst, die Natur genauer zu beobachten und besser für sich zu nutzen. |
























































