| Die Satirezeitschrift «Simplicissimus» |
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| Montag, 21. September 2009 um 13:06 Uhr | ||
Tegernsee (dpa) - Bis heute sind die Titelblätter und Zeichnungen der legendären Satirezeitschrift «Simplicissimus» in den meisten Schul-Geschichtsbüchern zu finden. 1896 gründeten Albert Langen und Thomas Theodor Heine das Journal und benannten es nach der Romanfigur von Grimmelshausen. Ziel war ein kritisches Blatt, gestaltet mit moderner Grafik. Die Macher holten sich die besten Zeichner nach München und machten den «Simpl» in ganz Deutschland und Europa bekannt. Typisch für den Stil der Karikaturen war der Verzicht auf naturalistische Farbabstufungen. Stattdessen wurde flächig und plakativ gezeichnet.
Der Erfolg des «Simplicissimus» hing auch mit einer Reihe von Verboten, Beschlagnahmungen und spektakulären Prozessen zusammen. Die Zeitschrift galt als gefährlich und zog damit noch mehr Leser an. Während des Ersten Weltkrieges stellte dich der «Simplicissimus» allerdings in den Dienst der nationalen Propaganda. Nach 1918 erlangte er seine alte Schärfe zurück. Gegen den Aufstieg der Nationalsozialisten kämpften die Macher, indem sie diese lächerlich machten. 1933 wurde der «Simplicissimus» wie auch andere Zeitschriften gleichgeschaltet. 1944 wurde er eingestellt. Versuche, ihn wiederzubeleben, scheiterten. |
























































