| Trauma und Glück - Förster-Plastiken im Zwinger |
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| Mittwoch, 23. September 2009 um 05:00 Uhr | ||
Dresden (dpa) - Tod und Vitalität: 58 Bronzen, Zementgüsse und Sandsteinplastiken zeugen im Dresdner Zwinger vom Leben des Bildhauers Wieland Förster. «In meinem Werk gibt es zwei Pole: die Traumatisierung in jungen Jahren und das Glücksgefühl, was ein Mann von einer Frau erfahren kann», sagte der 79-Jährige am Dienstag wenige Stunden vor Eröffnung der Ausstellung. Die Schau zum 80. Geburtstag des Künstlers im Februar 2010 gibt einen repräsentativen Überblick über ein mehr als 40-jähriges Schaffen. Der 1930 in Dresden geborene Förster gehört zu den großen deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts.
Bis zum 7. März 2010 sind erstmals alle Arbeiten zu sehen, die er der Skulpturensammlung vor einigen Jahren als Stiftung überließ, sagte Direktor Moritz Woelk. Das Spektrum reiche von frühen Arbeiten in den 60er Jahren - darunter Schicksalsfiguren wie «Passion», «Geschlagener» oder «Opfer» - über sinnliche «Daphne»-Plastiken und Künstlerporträts bis zu Natur- und Landschaftsstudien und den letzten Plastiken von 2000. Zum 80. Geburtstag erscheint ein Katalog der Stiftung, zu der auch zahlreiche grafische Arbeiten gehören.
Er habe wenigstens eine Bronze von jeder Arbeit besitzen und sein Werk vor allem über die DDR-Zeit hinaus retten wollen, sagte Förster. Da damals nur Bronzegüsse für Arbeiten in staatlichem Auftrag genehmigt wurden, habe er oft illegal gegossen. 1946 bis 1950 war er in einem Lager der sowjetischen Geheimpolizei NKWD inhaftiert, gehörte zu den wenigen Überlebenden. «Dieses Trauma hat mich bis heute nicht verlassen.» Tags: arbeiten
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