994VD7Q3Z85H


Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

artefacti® wird zur Marke


artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



Zufallsbild aus meinem Shop

Unseren Feed abonnieren!

Kunst & Kultur

social bookmarks





«Behinderte Cartoons» zum Lachen und Nachdenken PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. September 2009 um 05:05 Uhr

Share

Von Grit Büttner, dpa

 

Schwerin (dpa/mv)- Sagt eine Passantin zur anderen: «Schlimm, so an den Rollstuhl gefesselt zu sein», und weist auf einen mit dicken Stricken an seinen «Rolli» gebundenen Mann. «Wie geht es ihm?», wird auf einem nächsten Bild ein Rollstuhl schiebender Mann angesprochen. Darauf brüllt der Behinderte aus dem Gefährt: «Gut, wenn Sie mich so indirekt fragen!». Die neue Ausstellung «Behinderte Cartoons - Lachen erlaubt» des Magdeburger Zeichners Philipp Hubbe im Schweriner Schloss soll in erster Linie aufmerksam machen und zum Nachdenken über Alltagssituationen anregen, wie der Künstler zur Ausstellungseröffnung am Dienstag sagte.   

 

Philipp «Phil» Hubbe, 1966 geboren, ist seit 1985 an Multipler Sklerose (MS) erkrankt. Die Diagnose 1988 sei ein Schock gewesen, und sein Arzt riet ihm sogar, die Zeichnerei an den Nagel zu hängen, erzählt Hubbe. Freunde und das Vorbild eines amerikanischen Künstlers indes hätten ihn auf die Idee gebracht, sich zeichnerisch mit Behinderten und deren Umwelt auseinanderzusetzen. Vor allem positive Reaktionen betroffener Menschen auf seine Karikaturen bestätigten ihn, sagt Hubbe. «Behinderte wollen als normale Menschen behandelt werden, Humor gehört dazu», betont der Zeichner. «Er liebt den schwarzen Humor», sagt Ehefrau Ute Hubbe. Das gebe auch Kraft im Alltag. Nicht-Behinderte würden mit den Cartoons möglicherweise sensibilisiert und dazu angeregt, etwas weniger zu jammern, hofft sie.   

 

«Solche Witze sind genial», meint die Vorstandsvorsitzende der Multiple Sklerose Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern, Gudrun Schoefer. Hubbe mache sich nicht lustig über Behinderte. «Aber drüber lachen kann man», sagt die selbst Betroffene. Die Comics seien Begebenheiten aus dem wahren Leben, machten aufmerksam, regten an, über bestimmte Situationen oder auch die eigene Wortwahl nachzudenken. Hubbe sagt, die meisten Kritiker seiner Arbeiten seien selbst nicht behindert. Er wolle vor allem Hemmnisse im Umgang von Behinderten und Nicht-Behinderten abbauen helfen. «Ich würde nicht solche Witze machen, wenn ich nicht selbst betroffen wäre», sagt der Künstler.   

 

Angesprochen von Hubbes Cartoons fühlt sich Ralf Grabow, Mitinitiator der Ausstellung, selbst Rollstuhlfahrer und FDP- Abgeordneter im Schweriner Landtag. Etliche Situationen, wie von Hubbe gezeichnet, habe auch er so oder ähnlich schon erlebt. Meint etwa eine Rollstuhlfahrerin mit deutlich rundem Bauch freudestrahlend: «Ich bin schwanger!» Ein Mann darauf: «Auch das noch. Reicht dir eine Behinderung nicht?» Grabow erzählt von Vorurteilen, als seine jetzt neunjährige Tochter geboren wurde. Bekannte etwa fragten, wie sein Kind denn jemals richtig laufen lernen solle. Vor allem Aufklärung erhofft sich Grabow von Hubbes Karikaturen, wie er sagt.   

 

Phil Hubbe arbeitet seit 1992 als Zeichner und veröffentlicht seine Cartoons in mehr als 20 Tageszeitungen und Zeitschriften. Er erhielt 2002 den Deutschen Preis für politische Karikatur und 2006 den Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe. 2009 kam sein drittes Buch mit Behinderten-Cartoons heraus. Die Schweriner Ausstellung ist bis zum 16. Oktober zu sehen.



Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Ihre Kontaktdetails:
Kommentare:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img]   
:D:angry::angry-red::evil::idea::love::x:no-comments::ooo::pirate::?::(
:sleep::););)):0
Security
Bitte geben Sie den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.