| Regisseur und Maler Strawalde zeigt Bilder aus 40 Jahren |
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| Donnerstag, 24. September 2009 um 04:58 Uhr | ||
Neubrandenburg (dpa) - Malereien des in der DDR mehrfach mit Aufführungsverboten belegten Filmregisseurs Strawalde sind von diesem Donnerstag an in Neubrandenburg zu sehen. Der 1931 geborene Künstler zeigt 32 Arbeiten aus den Jahren 1969 bis 2009, sagte Elke Pretzel, Sprecherin der Kunstsammlung, am Mittwoch in Neubrandenburg der dpa. Strawalde, der eigentlich Jürgen Böttcher heißt, hat sich nach seinem Heimatort Strahwalde (Landkreis Görlitz) in der Oberlausitz benannt. «Der Künstler galt und gilt als einer der wichtigsten ostdeutschen Kunstschaffenden und war Anlaufpunkt für viele Künstlerkollegen», erklärte die Kunsthistorikerin.
Zu den ausgestellten, teils großformatigen Assemblagen und Malereien gehören unter anderem ein Zyklus mit der Landschaft seiner Heimat und die bekannten «Weibsbilder» Strawaldes. Der Künstler werde selbst am 6. Oktober zu einem Künstlergespräch in der Kunstsammlung sein. Die Ausstellung endet am 8. November.
Strawalde wuchs von 1937 bis 1948 in Strahwalde auf, studierte später in Dresden Malerei, arbeitete an einer Volkshochschule in der sächsischen Landeshauptstadt und studierte von 1955 bis 1960 Regie an der Filmhochschule Babelsberg. Von 1960 bis 1991 arbeitete er im DEFA-Studio für Dokumentarfilme. Trotz vieler Aufführungsverbote in der DDR fanden seine Filme ein großes Echo, seine Malerei wurde laut Pretzel vom Staatlichen DDR-Kunstbetrieb weitgehend ignoriert. Ehrungen gab es für den Künstler erst nach 1990, unter anderem für sein künstlerisches Gesamtwerk 1994 in Frankreich. Er lebt und arbeitet in Berlin. Tags: k
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