| Hamburger Galeristen unterstützen Künstler-Kampf |
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| Donnerstag, 24. September 2009 um 05:04 Uhr | ||
Hamburg (dpa) - Hamburgs Galeristen haben ihre Solidarität mit den Künstlern im seit Ende August besetzten Gängeviertel erklärt. «Mit Besorgnis beobachten wir schon seit Jahren, wie immer mehr Hamburger Künstler die Stadt verlassen», heißt es in der Erklärung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. «Die meisten von ihnen ziehen nach Berlin, wo günstigerer Atelierraum in einer größeren Auswahl und für Künstler besser geeigneten Konditionen verfügbar ist.» Daher unterstützten die Galerien das Anliegen der Hamburger Künstler, neben der Erhaltung des historischen Gängeviertel-Quartiers, bezahlbaren Atelierraum in zentraler Lage zu schaffen.
«Mit diesem Ansuchen gehen wir konform, da sich die Raumknappheit bereits auf unsere Arbeit auswirkt», heißt es in der Erklärung der Galeristen. Entsprechend kämen immer weniger Künstler überhaupt nach Hamburg, und so trete das kulturelle Potenzial dieser Stadt gegenüber anderen Städten immer weiter in den Hintergrund.
Am 22. August hatten rund 200 Künstler gemeinsam mit der Initiative «Komm in die Gänge» die noch verbliebenen 12 leerstehenden Gebäude des historischen Quartiers in der Innenstadt besetzt und Ateliers und Ausstellungsräume eingerichtet. Seither machen sie mit Aktionen und einem Kulturprogramm vor Ort auf die verfallenden Häuser aufmerksam. Der niederländische Investor Hanzevest, der die Gebäude von der Stadt erworben hat, hatte vergangene Woche eine Frist zur Zahlung der zweiten Kaufpreisrate verstreichen lassen. Nun hat die Hansestadt vier Wochen Zeit, von dem Kaufvertrag zurückzutreten.
«Es werden derzeit Szenarien entwickelt für den Fall, dass die Stadt von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch macht. Dabei ist auch eine Einbeziehung der Künstler geplant», sagte eine Sprecherin der Kulturbehörde auf dpa-Anfrage am Mittwoch. Tags: k
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