| 3. Moskauer Biennale mit mehr als 80 Künstlern |
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| Freitag, 25. September 2009 um 05:07 Uhr | ||
Moskau (dpa) - In der russischen Hauptstadt hat die 3. Moskauer Biennale mit zeitgenössischen Arbeiten von mehr als 80 Künstlern aus 25 Ländern begonnen. Der französische Kunst-Ethnologe und Biennale- Kurator Jean-Hubert Martin zeigt in der neuen Kunsthalle «Art Garage» unter dem Titel «Against Exclusion» (deutsch: Gegen Ausschluss) bis 25. Oktober besonders Werke auch aus Afrika, Ozeanien und Afghanistan. «Wir stellen Künstler vor, die am Rande des überhitzten Marktes arbeiten, aus Ländern, die nicht auf den Landkarten der zeitgenössischen Kunst stehen», sagte Martin am Donnerstag vor der Eröffnung. Trotzdem sei die Schau auch wieder eine Plattform für russische und westliche Kunst.
Insgesamt werden bei der Kunstbiennale über 100 Ausstellungen an mehr als 50 Orten gezeigt, darunter in der Tretjakow-Galerie, im Zentralen Haus des Künstlers und im Galerienviertel Winsawod. Martin, der schon das museum kunst palast in Düsseldorf leitete, will mit der Biennale frischen Wind in Moskaus konservativen Kunstbetrieb bringen. Außerdem richte sich das Motto gegen Isolation russischer Kunst im Westen, sagte er. Im Pariser Centre Pompidou hatte Martin bereits in den 1970ern als einer der ersten im Westen sowjetische Kunst präsentiert. In Moskau sind nun Arbeiten der Performance-Künstlerin Marina Abramowitsch und der von Russlands Behörden als pornografisch geächteten sibirischen Künstlergruppe Blue Noses zu sehen.
Neben Stars der westlichen Kunstwelt wie Tony Gragg, Spencer Tunick und Anish Kapoor sind aus Deutschland unter anderem der Fotokünstler Wolfgang Tillmans, der Farblicht-Spezialist Heinz Mack und der junge Medienkünstler Julius Popp vertreten. Dem Patriarchen der russischen Avantgarde, Oleg Kulik, ist im Stadtzentrum eine Sonderausstellung gewidmet.
Das Nationale Zentrum für Zeitgenössische Kunst (NCCA) präsentiert Ergebnisse des deutsch-russischen Kunstprojekts «Art on Site» (deutsch: Kunst an Ort und Stelle), bei dem sich Künstler aus Deutschland in den Städten St. Petersburg, Jekaterinburg, Kaliningrad, Nischni Nowgorod und Moskau neuen Eindrücken ausgesetzt hatten. «Das ist der Versuch, das Format der Künstlerresidenzen, die es hier früher einmal vereinzelt gab, auf eine breitere Basis zu stellen», sagte der Leiter des Moskauer Goethe-Instituts, Johannes Ebert, über die mit deutschem und EU-Geld finanzierte Biennale- Ausstellung. |
























































