| Ausstellung mit neuen Erkenntnissen über Cranach-Werkstatt |
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| Freitag, 25. September 2009 um 05:18 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Neue Erkenntnisse über die Arbeitsweise in der Cranach-Werkstatt will die Ausstellung «Cranach und die Kunst der Renaissance unter den Hohenzollern» im Berliner Schloss Charlottenburg dokumentieren. Damit widmet sich auch erstmals eine Ausstellung der Kunst und Kultur der Renaissance in Berlin, die parallel zu einer zweiten Ausstellung mit dem Titel «Kirche, Hof und Stadtkultur» in der der Berliner Marienkirche vom 31. Oktober bis zum 24. Januar gezeigt wird. Die Ausstellungen bezeugten das hohe Niveau der Berliner Kunst im 16. und frühen 17. Jahrhundert, betonten die Veranstalter.
Wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg dazu am Donnerstag mitteilte, konnten durch aktuelle Untersuchungen neue Erkenntnisse zur Maltechnik von Lucas Cranach d.Ä., dessen Sohn Lucas Cranach d.J. und deren Werkstatt sowie über Abgrenzungen zu anderen Malern gewonnen werden. So sei an dem von Lukas Cranach d.Ä. entstandenen Serienporträt Martin Luthers zu erkennen, dass Cranach offenbar seine bekannten Porträtstudien auf Papier benutzte für eine 1:1-Übertragung der Umrisslinien auf den Malgrund.
Als Technik wurde ein Durchdrückverfahren ähnlich den heutigen «Blaupausen» angewandt. Die Linien solcher Übertragungstechniken zeigen typische Merkmale wie das Verrutschen der Vorlage und eine suchende, das An- und Absetzen des Durchdrückstifts zeigende Strichführung. Die mit Hilfe der Berliner Gemäldegalerie angefertigten Infrarotaufnahmen machten diese Technik sichtbar.
Einen Teil der Cranach-Gemälde hatten einst die Hohenzollern für das Berliner Schloss und die Stiftskirche in Auftrag gegeben. Normalerweise ist dieser Sammlungsbestand im Jagdschloss Grunewald zu sehen. Während der dortigen Sanierungsarbeiten wurden die Bilder jedoch ausgelagert und für einen neuen Bestandskatalog erforscht. |
























































