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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Malerisches Spätwerk: Michael Venezia-Schau in Bottrop PDF Drucken E-Mail
Samstag, 26. September 2009 um 09:11 Uhr

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Bottrop (dpa/lnw) ­ 25 Gemälde des US-amerikanischen Künstlers Michael Venezia (74) sind von Sonntag in einer Ausstellung des Josef Albers Museum in Bottrop zu sehen. Die Schau unter dem Titel «Nacht wird Tag» ist Teil der Reihe «Albers im Kontext», mit der das dem Bottroper Maler Josef Albers (1888 - 1976) gewidmete Haus den 1933 in die USA emigrierten, für seine «Quadrat-Bilder» berühmten abstrakten Künstler in Bezug zu Positionen amerikanischer Künstler setzt. Die Schau (bis 6. Dezember) ist die erste Präsentation des abstrakten Künstlers in Europa seit Mitte der 1990er Jahre, sagte Museumsdirektor Heinz Liesbrock am Freitag in Bottrop.   

 

Damals war der hierzulande im Gegensatz zu Zeitgenossen wie Donald Judd, Sol Lewitt oder Dan Flavin weitaus «weniger bekannte» Venezia im schweizerischen Winterthur und in Münster ausgestellt worden. Mit den 25 Werken aus den vergangenen fünf Jahren präsentiere die Schau das Spätwerk des 1935 in New York geborenen Künstlers, sagte Liesbrock. Denn: «Venezia hat im hohen Alter etwas Neues geschaffen ­ allerdings dergestalt, dass die Fäden einer langen künstlerischen Entwicklung zusammengefasst sind.»   

 

Das Besondere an den Gemälden sei, dass sie sie «ungeheuer malerisch» sind. Zwar entspricht ihre spartanische äußere Form ­ die von Venezia in den vergangenen 20 Jahren entwickelte, wenige Zentimeter schmale, aus mehreren Blöcken zusammengesetzte Linie, die an Horizontstreifen erinnert ­ der typischen Handschrift des Künstlers. Farbauswahl und Farbauftrag aber, bei dem fünf bis sieben Farben nass in nass ineinanderfließen, spreche für eine «Rückkehr» des Malers zu seinen Anfängen in den späten 50er Jahren, beschrieb Liesbrock.   

 

In der damaligen Hochzeit des abstrakten Expressionismus, eine gestisch-bewegte, vehement-wilde Malerei, gehörte Venezia zur aufkommenden Gegenbewegung der Minimalisten, die sich einer nicht dem Zufall überlassenen, reduzierten, kompakten und klaren Form verschrieben. Über seine Profession habe der 74-jährige Venezia gesagt, "ein Maler malt, bis er tot umfällt", berichtete Liesbrock. Dieser Haltung entspringe der vom Künstler selbst gewählte Ausstellungstitel «Nacht wird Tag» - als optimistischer Ausdruck von Vitalität im Alter und der täglichen Hoffnung auf einen Neuanfang.



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