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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Weltweit bemalte Mauersteine: Emotionen am 9. November PDF Drucken E-Mail
Samstag, 26. September 2009 um 09:32 Uhr

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Berlin (dpa/bb) - Berlin will sich zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November von seiner emotionalen Seite zeigen. Wenn rund 1000 symbolische Mauersteine am Brandenburger Tor beim Fest der Freiheit nacheinander einstürzen, werde das ein großer Moment, sagte der Chef der Berliner Kulturprojekte GmbH, Moritz van Dülmen, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Das wird ein Fest der Straße und viele an die glücklichen Stunden nach der Öffnung der Mauer erinnern», sagte der Cheforganisator im Auftrag des Landes Berlin. Ein Feuerwerk werde in den Nachthimmel der deutschen Hauptstadt steigen. Geplant sei auch ein Konzert mit Daniel Barenboim. Staatsgäste werden erwartet.   

 

Für die Dominoaktion sollen zwischen Reichstag und Potsdamer Platz die bemalten, nachempfundenen Kunststoff-Mauerteile auf etwa anderthalb Kilometern entlang der früheren Grenze aufgestellt werden und dann gegen 19.30 Uhr wie bei einem Domino umstürzen. Schon eine Woche zuvor könnten die Berliner und ihre Gäste die Open-Air-Galerie der kunstvoll gestalteten Elemente in Augenschein nehmen, sagte der Kulturmanager. «Das kann man sich dann aber nur von Ost oder West aus ansehen. Erst am Abend des 9. November können die Menschen wieder von beiden Seiten durch das Brandenburger Tor gehen.»   

 

Die Elemente aus Styropor seien weltweit verschickt und bemalt worden. «Gerade Schüler und Jugendvereine haben sich auf diese Weise mit dem Mauerfall auseinander gesetzt, den sie selbst nicht mehr erlebt haben. Auch beim Interesse hat es einen Dominoeffekt gegeben», so van Dülmen. Dies sei ein Beitrag zur politischen Bildung. In Berlin beteiligten sich rund 500 Schulklassen sowie zahlreiche Firmen. «Da ist viel Herzblut und Mühe hineingeflossen - mit einem solchen Interesse haben wir nicht gerechnet.»   

 

Das Goethe-Institut habe 30 «Mauerteile» in osteuropäische Länder, nach Zypern, Korea, Jemen, Israel, China und Mexiko zum Bemalen vermittelt. So werde auch die internationale Dimension des Mauerfalls noch einmal deutlich, sagte der Projektchef. Auch Friedens- Nobelpreisträger Nelson Mandela sei mit seiner Familie dabei gewesen.   

 

Am Brandenburger Tor werden am 30. September die ersten der inzwischen zurückgekehrten internationalen Stücke präsentiert. Die Kunststoff-Steine sind zweieinhalb Meter hoch und ein Meter breit. Sie werden beim Freiheits-Fest mit einer Metallplatte am Boden arretiert und fallen um, wenn ein Stift herausgezogen wird. Die Akteure, die die Steine bemalt haben, sollen sie laut van Dülmen auch umfallen lassen. «Mehr als 5000 junge Menschen werden dabei sein.»   

 

Was aus den Mauerteilen nach dem 9. November wird, sei noch offen, sagte der Kulturmanager. «Wir sind beeindruckt von der Qualität - das ist als Dämmmaterial viel zu schade und sollte aufbewahrt werden.» Einige der im Ausland gestalteten Mauerstücke sollen in das Haus der deutschen Geschichte. Schulen könnten sich ihr Mauerstück holen.



Tags: berlin  fest  tor  van  deutschen  abstrakte kunst  
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