| Rund 34 000 Besucher bei Prado-Schau in Dresden |
|
|
|
| Dienstag, 29. September 2009 um 04:51 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Die einzigartige Ausstellung «Verwandelte Götter» mit antiken Skulpturen des Museo del Prado in Madrid in Dresden haben rund 34 000 Menschen besucht. Allein am eintrittsfreien Finissage-Wochenende seien noch einmal rund 1500 Gäste in das Japanische Palais gekommen, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen am Montag auf Anfrage mit. «Für den Anfang ein schöner Erfolg, daran können wir anknüpfen», sagte Generaldirektor Martin Roth der dpa. Das Palais liege außerhalb der Touristenpfade auf der anderen Elbseite und sei ein weitgehend unbekannter Museumsort mit etwa 10 000 Besuchern im ganzen Jahr.
Seit Mitte Mai hatten die Kunstsammlungen in dem Gebäude etwa 60 Skulpturen aus den beiden bedeutendsten Antikensammlungen außerhalb Italiens - im Madrider Prado und der Dresdner Skulpturensammlung - gezeigt, die in der römischen Kaiserzeit (spätes 1. Jh. v.Chr. bis 4. Jh. n.Chr.) entstanden. Zuvor hatte die mit «Unter Göttern und Menschen» überschriebene Präsentation in der spanischen Hauptstadt in fünf Monaten rund 270 000 Besucher angelockt. Dort waren die einst in römischen Sammlungen vereinten und später durch Ankäufe der Monarchen in Dresden und Madrid zerstreuten Werke nach 300 Jahren erstmals gemeinsam zu sehen.
Sachsens legendärer Kurfürst August der Starke (1670-1733) hatte das Dresdner Gebäude 1723 vom Landhaus zum vierflügeligen Palais ausbauen lassen. Es beherbergte später die königliche Kunstkammer, die Porzellan-, Antiken- und Münzsammlung sowie die kurfürstliche Bibliothek. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es 1954 wieder nutzbar gemacht - für das Landesmuseum für Vorgeschichte und das Landesamt für Archäologie. 2010 richten die Kunstsammlungen dort die Schau «Triumph der blauen Schwerter» zum 300-jährigen Jubiläum der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen ein. 2011 soll die Gemäldegalerie Alte Meister einziehen, wenn deren Domizil, der Semperbau, saniert wird. «Dann ist das Palais für Kunstfreunde geradezu ein Muss», sagte Roth. Tags: f
|
























































