| Immer wieder Strichmännchen - Künstler A.R. Penck wird 70 |
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| Mittwoch, 30. September 2009 um 05:19 Uhr | ||
Köln (dpa) - Symbolträchtige Bilder zum Ost-West-Konflikt haben A.R. Penck einen Namen in der internationalen Kunstszene verschafft. Am Montag (5. Oktober) wird der Künstler 70 Jahre alt. Interviews dazu lehnt er ab.
Mit eigenen Symbol- und Zeichensystemen will Penck, der als Ralf Winkler in Dresden geboren wurde, die Welt erklären. Sein Bild «Der Übergang» von 1963 gilt als Metapher für die damals getrennten deutschen Staaten. Ein Strichmännchen überquert eine Schlucht, nur ein schmaler brennender Balken verbindet beide Seiten. Seine jüngsten bekannten Bilder («Neue Systembilder») knüpfen an alte Erfolge an. Raubkatzen, Vögel, geometrische Formen und immer wieder Strichmännchen bevölkern die Leinwand und erinnern ein wenig an Höhlenmalerei.
Sein Handwerk hat A.R. Penck sich selbst beigebracht. In der DDR lehnte ihn der offizielle Kunstbetrieb als dekadent ab. Mehrfach wurden seine Bilder von der Stasi beschlagnahmt. Ursprünglich hatte Penck Steinbildhauer werden wollen, aber keine Lehrstelle gefunden. So gehörten seit Mitte der 50er Jahre nach abgebrochener Werbezeichnerlehre zeitweise auch Jobs als Nachtwächter, Fabrikarbeiter und Briefträger zu seinem Alltag.
n den 70er Jahren arbeitete Penck mehr und mehr für Galerien im Westen. Erstmals wurden seine Bilder dabei vom Kölner Galeristen Michael Werner gezeigt. 1980 wurde Penck aus der DDR ausgebürgert, er zog nach Kerpen in die Nähe von Köln. Inzwischen lebt und arbeitet er auch in Irland. Teile von Pencks Werk sind in der Ausstellung «Kunst und Kalter Krieg / Deutsche Positionen 1945-1989» zu sehen. Nach ihren Stationen in Los Angeles und Nürnberg zeigt das Deutsche Historische Museum in Berlin die Ausstellung (3. Oktober bis 10. Januar). |
























































