| Die Sammlung F.C. Gundlach |
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| Samstag, 05. September 2009 um 00:00 Uhr | ||
Die Sammlung F.C. Gundlach im Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg
Die Sammlung F.C. Gundlach ist in mehr als dreißig Jahren zusammengetragen und aufgebaut worden. Sie zählt zu den bedeutendsten privaten Photographie-Sammlungen internationalen Ranges. Den thematischen Schwerpunkt bildet “Das Bild des Menschen in der Photographie”. Dieses Thema war von Beginn an Gegenstand photographischen Schaffens. Sowohl durch seine Arbeit als Photograph als auch durch seine Tätigkeit als Sammler und Kurator hat F.C. Gundlach das Menschenbild in der Photographie geprägt und dokumentiert.
Die Sammlung F.C. Gundlach ist dem Haus der Photographie ab 2003 als Dauerleihgabe für 20 Jahre zur Verfügung gestellt. Sie wird in den nächsten Jahren sukkzessive in Sonderausstellungen unter dem Titel “Bildwechsel” vorgestellt.
Die folgende Darstellung der Sammlung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr dient sie der Verdeutlichung von Sammlungsschwerpunkten und skizziert gleichzeit die Komplexität einer vitalen Sammlung.
Der Fokus der Sammlung war in den ersten Jahren auf die "traditionelle Photographie" gerichtet, mit Photographien aus den 30er Jahre bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten. Seit Mitte der 80 Jahre finden sich zunehmend Werke Bildender Künstler, die mit dem Medium Photographie arbeiten, u.a. Jürgen Klauke, Walter Dahn, Georg Herold, Günther Förg, Martin Kippenberger, Albert Oehlen, Thomas Locher; auf internationaler Ebene: Andy Warhol, Fischli und Weiss, Christopher Williams, Zoe Leonard, John Waters und Jenny Holzer.
Darüberhinaus wurde in den letzten Jahren verstärkt ein Fokus auf die Frühzeit der Photographie gelegt, u.a. vertreten mit Werken von Photographen wie David Octavius Hill und Robert Adamson, Adolphe Eugène Disderi.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Sammlung bildet die Modephotographie im weitesten Sinne. Die Sammlung beinhaltet größere Konvolute der “Kunstphotographie um 1900” und der Modephotographie der 20er und 30er Jahre, u.a mit Arbeiten von Baron de Meyer, Madame D' Ora, George Hoyningen-Huene, Erwin Blumenfeld, Yva, Imre von Santho.
Der internationale Rang der Sammlung in diesem Segment wird belegt durch zahlreiche Arbeiten, u.a. von Horst P. Horst, Irving Penn, Richard Avedon, Louise Dahl-Wolfe, Norman Parkinson, Lilian Bassman, William Klein, Frank Horvat und David LaChapelle.
Die Modephotographie nach dem Zweiten Weltkrieg wird von umfrangreichen Konvoluten repräsentiert, u.a. von K.L. Haenchen, Regina Relang, Hubs Flöter, Norbert Leonard und Sonja Georgi. Ferner umfaßt dieser Sammlungsbereich Arbeiten von Charlotte Rohrbach, Will McBride, F.C. Gundlach, Sybille Bergemann und Olaf Martens.
Darüber hinaus sind in der Sammlung auch Photographen vertreten, die weit über das Genre der Modephotographie herausreichen und die in ihren Arbeiten den sich permanent wandelnden Zeitgeist dokumentieren. Zu ihnen gehören u.a. Diane Arbus, Neal Slavin, Ralph Gibson, Larry Clark, Joel Peter Witkin, Cindy Sherman, Nan Goldin, David Armstrong, Mark Morrisroe, Philip Lorca diCorcia und Wolfgang Tillmans.
Auch die Aktphotographie ist mit größeren Konvoluten in der Sammlung vertreten. Zu nennen sind hier u.a. Wilhelm von Gloeden, Bill Brandt, Allan Jones, Eikoh Hosoe, Les Krims, Robert Mapplethorpe, Ingo Taubhorn, Shinya Fujiwara, Nobuyoshi Araki, Bruce Weber.
Aus dem Bereich der Dokumentarphotographie und “street photography” sind stellvertretend folgende Photographen zu nennen: Gabriele und Helmut Nothhelfer, Barbara Klemm, Sebastiao Salgado, Josef Koudelka, Antanas Sutkus und Evgenij Mochorev.
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