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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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VETO - Zeitgenössische Positionen in der deutschen Fotografie PDF Drucken E-Mail
Freitag, 04. September 2009 um 00:00 Uhr

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VETO
Zeitgenössische Positionen in der deutschen Fotografie
im Haus der Photographie Deichtorhallen Hamburg vom 04.09.2009 bis 15.11.2009

 

Seit der Erfindung im frühen 19. Jahrhundert gilt die Fotografie als Spiegel der Wirklichkeit. Aber nicht erst mit dem Aufkommen der digitalen Bildbearbeitung und ihren Möglichkeiten der Manipulation wurde dieser Anspruch radikal infrage gestellt. Acht künstlerische Positionen jenseits der Wirklichkeitstreue der Fotografie stellt die Ausstellung „VETO – Zeitgenössische Positionen in der deutschen Fotografie“ vom 4. September bis 15. November 2009 im Haus der Photographie in den Deichtorhallen vor.

 

Die von Ingo Taubhorn kuratierte Schau setzt den Fokus auf Fotografie, die die vielfachen Möglichkeiten einer Reflexion über die Bedingungen des fotografischen Bildes zum Bildthema hat. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler, die sich mit ihren Arbeiten im Kunstkontext verorten, arbeiten teilweise seit über 30 Jahren an ihrem Werk.

 

Gemeinsam ist den für VETO ausgewählten fotografischen Positionen, dass sie offen angelegt sind, mit multiplen Perspektiven spielen, die den Betrachter zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Medium herausfordern. Digitale Konstruktionen, Bezüge zur Zeichnung, Filmbild oder Malerei sowie die Verbindung neuer und alter Techniken sind künstlerische Strategien, mit denen sich die Fotokünstler gegen die Vorstellungen einer schnell erfassbaren (Medien-) Bilderwelt stellen. Das Bild hat keinen Belegcharakter mehr für das Reale, sondern formuliert seinen Glauben an das Kunstwerk als ästhetisches Objekt mit seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten.

 

Die in VETO zusammengeführten Künstler loten die Möglichkeiten und Schnittstellen des Mediums Fotografie dabei auf sehr unterschiedliche Weisen aus. Neben der fotografischen Auseinandersetzung mit Zeichen des Realen als Beschreibung einer Wirklichkeit sowie Positionen, die die direkte Kameraaufnahme zur Bildfindung nutzen, zeigt die Ausstellung besonders experimentelle Ansätze, die sich nicht auf die Kameraaufnahme beschränken, so Ingo Taubhorn. Von der digitalen Konstruktion utopischer Welten wie bei Beate Gütschow bis zu den Werken von Natalie Ital und ihren Mitteln der fotografischen Koloristik reicht die Spannweite der Positionen. Durch die Zusammenschau der unterschiedlichen Werke ergibt sich ein Einblick in die aktuelle künstlerische Fotografie der mittleren Generation in Deutschland. Gleichermaßen kann die Ausstellung, gerade in der Gegenüberstellung unterschiedlicher künstlerischer Ansätze, einen Beitrag zur Wesensbestimmung eines sich im Wandel befindlichen Mediums bieten.

 

Künstlerliste

 

 

Dörte Eißfeldt (*1950)

 

Dörte Eißfeldts fotografische Arbeit, die sie seit über 30 Jahren konsequent verfolgt, stemmt sich gegen die Flüchtigkeit heutiger Medienbilder. Eine anhaltende Beschäftigung mit Malerei und Film geben entscheidende Impulse. Filmische Mittel wie Montage, Bewegungsabläufe und Rhythmus werden in die Fotografie aufgenommen und als Interaktion mit der abgebildeten Wirklichkeit in Dialog gesetzt. In ihren Bilder bleibt „der Entstehungsprozess, die Spuren der Arbeit sichtbar bzw. transparent“. Um „die Kluft zwischen Bild und Realität deutlich aufscheinen zu lassen“, eignen sich der Künstlerin nach elementare Motive wie Wasser, Erde und Luft besonders gut: „Fotos machen bedeutet für mich, mit Nachbildern umzugehen. Es bedeutet, eine Sammlung anzulegen, den Fundus, aus dem sie sich artikulieren.“(Dörte Eißfeldt)


Biografie


1950 geboren in Hamburg
1970-76 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg
1981 Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerkes
seit 1983 diverse Lehraufträge für Fotografie und Experimentalfilm u.a. an:
HfBK Hamburg; FHG Pforzheim; VHS Kreuzberg, West-Berlin; FH Bielefeld;
Universität Mainz; HBK Braunschweig
1985 Stipendium für Zeitgenössische Fotografie der Krupp-Stiftung, Museum
Folkwang, Essen
1. Preis für Junge Europäische Fotografen, Deutsche Leasing AG Frankfurt
1988 Stipendium der Barkenhoff Stiftung, Worpswede
1989 Stipendium der Künstlerstätte Schloß Bleckede
1990 Arbeitsstipendium Deutscher Kunstfonds, Bonn
1992 Niedersächsisches Künstlerstipendium
1999 Projektstipendium Deutscher Kunstfonds - Buchprojekt

 

Ausstellung (Auswahl)


2008 „Cumulus“ Arbeiten aus 20 Jahren, Palais für Aktuelle Kunst/Kunstverein
Glückstadt, Glückstadt
2006 „dog – god“, Kulturzentrum Marstall, Ahrensburg
2004 „Taumelkäfer“, Kunstverein Wolfenbüttel e.V., Wolfenbüttel

 


Jenny Rosemeyer (*1974)

 

Die Collage kann als grundlegendes Gestaltungsprinzip der Kunst Jenny Rosemeyers verstanden werden. Neben collagierten Papierarbeiten entstehen auch Objekte und Wandmalereien, die innerhalb einer Ausstellungssituation als Rauminstallation zueinander in Beziehung gesetzt werden. Auch bei dieser Arbeitsweise sollte von einem Collagieren gesprochen werden, da sich hier ebenfalls die Referenzebenen der einzelnen Elemente überlagern und kommentieren . Die Fotografie wird hierbei als ein Material unter vielen benutzt und bildet dennoch die Basis, aus der heraus sich alles Weitere entwickelt - so als bräuchte Jenny Rosemeyer die heutige Bilderflut, um mit ihrer Kunst eine Gegenwelt der erstarrten Bilder zu kreieren.

 

 

Biografie
1974 geboren in Ost-Berlin
1994-02 Studium, Diplom,
Graduiertenstudium für Malerei/Grafik an der HfBK Dresden
1999 Studienstiftung des deutschen Volkes
2000 Reisestipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes für New York
2001 Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
2002 Philip Morris Kunstförderung New York/Columbia University New York
2006 Reiseförderung der Kulturverwaltung des Berliner Senats für Nordkorea
2007 Goldrausch Künstlerinnenprojekt art IT;
Stipendiatin der Kulturverwaltung des Berliner Senats


Ausstellungen (Auswahl)
2007 „Space Control“, ASSAB ONE, Mailand, Italien
2006 „Happy Birthday“, Galerie im Kunsthaus Erfurt
„ Zeit'n'Geist II“, Galerie Vonderbank, Hamburg
2005 „Ein Katzenhaar und zwei Pollen“, Galerie Rekord, Berlin

 


Andrea Sunder -Plassmann (*1959)

 

In der Ausstellung zeigt Andrea Sunder-Plassmann neben Beispielen ihrer Stereofotografie die Werkgruppe „Lava“, - Selbstbildnisse, die sie 1986 mit einer Großbildkamera aufgenommen hat und Anfang 2009 auf einem speziellen japanischem Inkjetpapier neu drucken ließ. Die Fehler, die sich während des Aufnahmeprozesses bei der Doppelbelichtung zufällig ergeben hatten, wurden auch in der Neuinterpretation belassen, durch die neue Technik sogar noch verstärkt. Seit 20 Jahren verwendet Sunder-Plassmann fotografische Techniken in stetig wechselnden Kontexten und Verfahren. In ihren Arbeiten geht es um die Interaktion und Transformation der Individuen und Geschlechter, in denen Teilnehmer und Beobachter ihre eigene Identität fließenden Übergängen ausgesetzt sehen und sich somit selbst neu zwischen Rebellion, Reorganisation und Regression konfigurieren können. Das Erreichen eines neuen Bewusstseins allein durch sinnliche Wahrnehmung scheint in Sunder-Plassmanns Werk möglich.

 

Biografie
1959 geboren in Berlin
1978-88 Studium an der Hochschule der Künste, Berlin
1990-91 Künstlerinnenweiterbildung „Goldrausch“
1992-93 Artist in residence in Melbourne, Australien
1996 Arbeitsstipendium Berliner Künstlerinnenprogramm;
Arbeitsstipendium Centre d`Art y Natura, Barcelona, Spanien
1998 Stipendium Kähte-Dorsch-Stiftung, Berlin
2000 fellowship Bogliasco-Foundation, New York, USA
2001 Katalogförderung, Senat für kulturelle Angelegenheiten Berlin
seit 2001 Professur für Video und temporäre Künste an der Kunsthochschule Bergen, Norwegen


Ausstellungen (Auswahl)

2002 "Les fleurs d´antan", Galerie Christa Burger, München
2001 "Formation Blau", Staudart, Berlin;
"Intime Expeditionen", Badischer Kunstverein, Karlsruhe;
"Convergence", Goethe-Institut, Washington, USA
2000 „Genji Monogatari“, Kunstverein Speyer;
„Nach der Natur“, Berlinische Galerie, Kunstforum der Grundkreditbank, Berlin

 

Andreas Gefeller (*1970)

 

Gefellers Arbeiten sind Beiträge zur Vermessung der Welt. Der Raum ist Koordinate und Konstruktionsprinzip zugleich. Ob als erzählerischer „Ground Zero“ in seiner Arbeit über Tschernobyl, oder als eine Art bedrohlicher Hypermaschine in den Langzeitbelichtungen von Freizeitarchitektur auf Gran Canaria - die von Gefeller fotografierten Orte werden zu Metaphern einer vom Menschen dominierten Welt. In seiner Werkgruppe „Supervisions“ fotografiert Gefeller in aufwändiger Technik die Oberflächen urbaner Räume. Hierbei werden bis zu 2500 Einzelaufnahmen zu einem digitalen Mapping zusammengesetzt, welches Überblick und Nahaufnahme, Stillstand und Bewegung paradox vereint. Dennoch bleibt der Künstler immer nahe an der Wirklichkeit. Er zeigt uns reale Räume aus einer fiktiven Perspektive.

 

Biografie
1970 geboren in Düsseldorf
1992- 00 Fotografiestudium an der Universität Essen
2001 Berufung in die Deutsche Fotografische Akademie (DFA);
Reinhart Wolf Preis 2001, Hamburg
2004 Kunstpreis der Stadt Nordhorn;
Phase One Prize, Vevey, Schweiz


Ausstellung (Auswahl)
2009 „Andreas Gefeller – Recent Works“, Hasted Hunt Gallery, New York, USA
2008 „Supervisions“, Kunstverein Augsburg;
„Andreas Gefeller“, Thomas Rehbein Galerie, Köln
2007 „Supervisions“, Hasted Hunt Gallery, New York, USA

„Andreas Gefeller – Fotografien“, Kunstverein Heinsberg

 

 

Beate Gütschow (*1970)

 

Beate Gütschow greift für ihre Arbeiten auf tradierte gestalterische Strukturen aus der Vergangenheit zurück, die sie mit Materialien aus der Gegenwart füllt, welche die Künstlerin auf Reisen durch die Welt aufnimmt. So schafft sie mit ihren digitalen Sample-Bildern eine neue, vermeintlich glaubwürdige Bildwirklichkeit, die durch Verwendung von Schwarzweißfotografie einen dokumentarischen Charakter beibehält. Bei ihren Bildern aus der S-Serie liegt der Schwerpunkt auf einer zeitlos, futuristisch anmutenden Architektur unter Ausschluss der Natur. Über die utopischen Architekturszenen hat sich ein mysteriöser Schleier auf die betonierte Stadt gelegt. Umgestürzte Autos, Wrackteile oder ein verbrannter Baum konfrontieren den Betrachter mit einer postapokalyptischen Welt.

 

Biografie
1970 geboren in Mainz
1993-00 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg
1997 Studium an der Kunstakademie Oslo, Norwegen
2001 Otto-Dix-Preis für neue Medien und Kunstpreis der Stadt Nordhorn;
Stipendium Villa Aurora, Los Angeles, USA
2002 Hubertus Wald Stipendium, Hamburg
2004 Senatsstipendium der Stadt Berlin
2006 Ars viva Preis, Berlin
Stipendium ArtSway, Hampshire. UK


Ausstellungen (Auswahl)
2009 Kunsthalle im Lipsiusbau, Dresden;
Sonnabend Gallery, New York, USA
2008 Kunsthalle Nürnberg;
Haus am Waldsee, Berlin
2007 Museum for Contemporary Photography, Chicago, USA
 

 

Hans - Christian Schink (*1961)

 

Inspiriert von dem Foto Black Sun, das der amerikanische Fotograf Minor White vor einem halben Jahrhundert machte, erarbeitet Hans-Christian Schink seit einigen Jahren eine Bilderfolge mit dem Titel „1 h“. Hierbei verwendet er, wie sein Vorbild White, die Technik der Solarisation, bei der er die Belichtung einer Landschaftsszene auf eine Stunde ausdehnt und somit die Sonne derart extrem überbelichtet, dass ihr Verlauf auf dem Foto schwarz erscheint. Über Landschaften aus unterschiedlichen Gegenden der Welt erscheint die einstündige Sonnenbahn als unrealistisch und fremdartig wirkender dunkler Streifen in einem – bedingt durch Jahreszeit und Breitengrad – entsprechend veränderten Neigungswinkel. Hier zeigt sich die Fotografie als Instrument, die Wirklichkeit aufzuzeichnen und zugleich unseren Blick auf sie zu verändern.

 

Biografie
1961 geboren in Erfurt
1986-91 Studium der Fotografie an der Leipziger Hochschule für Grafik und
Buchkunst
1991-93 Meisterschüler an der Leipziger Kunsthochschule
1997 Arbeitsstipendium Stiftung Kulturfonds Künstlerhaus Schloss
Wiepersdorf
2002 „artist in residence“ im Künstlerhaus – Adenauer Stiftung, Berlin
2004 Deutscher Fotobuchpreis für sein Werk „Verkehrsprojekte“
2008 Else-Heiliger-Fond der Konrad-Adenauer Stiftung, Berlin
REAL Photography Award, Rotterdam, Niederlande

 

Ausstellungen (Auswahl)
2008 Museo de Bellas Artes Doctor Genaro Perez, Cordoba, Argentinien
2007 Galerie Arnés y Röpke, Madrid, Spanien
2006 Centrum Beeldende Kunst, Dordrecht, Niederlande

 

Girardet/Müller (*1966/*1961)

 

Seit 1999 arbeiten die beiden Experimentalfilmer Christoph Girardet und Matthias Müller wieder zusammen. Beide beschäftigen sich unabhängig in ihren Kunstfilmen mit der Frage, was hinter der Oberfläche der Bilder liegt. „Found Footage“-Material, überwiegend aus Hollywood-Spielfilmen der Fünfziger- und Sechzigerjahre, dient ihnen unter anderem als Ausgangspunkt für eine filmische Recherche, bei der Szenen und Bilder zunächst zerlegt und dekonstruiert werden, um sie dann in einer Weise neu zusammenzusetzen, die die eigentlichen Strukturen und die innere Mechanik des Gezeigten deutlich macht. In ihrem neuesten spektakulären Kurzfilm “contre-jour“ (11 Minuten) zerfällt unser Blick, mit dem wir die Welt erfassen, in verstörende, fast körperlich bedrohliche Fragmente: Unschärfen, Lichtblitze, Stroboskop-Montagen zersetzen die Wirklichkeit in schemenhafte Bilder, die auf der Netzhaut schmerzen, wie Kristina Tieke schreibt. Präzise schneidet Scheinwerferlicht das Individuum aus dem Schwarz der Umgebung.

 

Biografie - Christoph Girardet
1966 geboren in Langenhagen
1988-92 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
1993/94 Meisterschüler
1995 Preis des Kunstvereins Hannover
1997 Niedersächsisches Künstler-Jahresstipendium
seit 1999 künstlerische Arbeit in Zusammenarbeit mit Matthias Müller
2000 Preis der Deutschen Filmkritik für den besten Experimentalfilm;
The Award for the Best International Film and Video, Images Festival Toronto,
Kanada
2002 Preis für den besten deutschen Beitrag, Internationale Kurzfilmtage
Oberhausen
2003 Preis für den besten deutschen Beitrag, Internationale Kurzfilmtage
Oberhausen
2004 11. Marler Videokunstpreis, Skulpturenmuseum Marl
2006 Grand Prix Canal+ du meilleur court métrage, Semaine de la Critique, Cannes,
Frankreich

 


Ausstellungen (Auswahl)
2009 Internationale Filmfestspiele Berlin, 59.Berlinale
2008 54. Kurzfilmtage Oberhausen Internationale Kurzfilmtage, Oberhausen
2007 EMAF 2007 European Media Art Festival, Osnabrück

 

 

Biografie - Matthias Müller
1961 geboren in Bielefeld
1981-87 Studium der Germanistik und Kunst an der Universität Bielefeld
1985 Gründung der Super8-Film Coop „Alte Kinder“
1987-91 Studium der freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in
Braunschweig
1988 Ann Arbor 8mm-Film Festival: American Federation of Arts Experimental
Film Award für EPILOG.
1991 Preis der Deutschen Filmkritik für HOME STORIES.
1992 Festival du Court Métrage Clermont-Ferrand: Prix de la Récherche für HOME
STORIES.
1993 Stuttgarter Filmwinter: Erster Preis für SLEEPY HAVEN.
1995 Internationales Kurzfilmfestival Vila do Conde: Großer Preis der Stadt Vila do
Conde für ALPSEE;
IFF San Francisco: Golden Gate Award (New Visions) für ALPSEE.
1998 Semana de cine experimental, Madrid: 1. Preis für PENSÃO GLOBO;
The Images Festival of Independent Film and Video, Toronto: Best of The
New Screen International Award für PENSÃO GLOBO.
seit 1999 künstlerische Arbeit in Zusammenarbeit mit Christoph Girardet
2000 Kritikerpreis des Verbandes der Deutschen Kritiker e.V. in der Sparte "Film"

 


Ausstellungen (Auswahl)
2009 Internationale Filmfestspiele Berlin, 59.Berlinale
2008 40jahrevideokunst.de MAMCS Strasbourg, Frankreich
2007 e-flux Video Rental Centre culturel suisse, Paris, Frankreich
2006 Matthias Müller - Phantom - MAM - Miami Art Museum, Miami, USA

 


Natalie Ital (*1968)

 

Natalie Ital gleicht mit ihren Fotogrammen einer Koloristin, die unsere visuelle Wahrnehmung anzustacheln vermag. Dabei erzeugt sie mit ihrer intensiven Wirkung von Farbe, Licht und Schatten eine psychedelische Aura und verleiht den Arbeiten eine sonderbare Schwebe. Ihre Sujets zeigen in collagierter Form Silhouetten von Menschen, Pflanzen und Konsumartikeln. So finden sich zahlreiche Anspielungen auf eine Popkultur aus Trash und Kitsch, aber auch banale bis metaphysische Szenerien. Sie bringt uns in spielerischer Experimentierwut ihre vielfarbige Welt im Zustand visuellen Verrücktseins nahe und lotet mit technischer Finesse die Möglichkeiten einer kameralosen Fotografie aus, einer ins Abseits geratenen, aber traditionellen Technik, die Natalie Ital für sich seit den 1990er Jahren konsequent weiterentwickelt hat.

 

Biografie
1968 geboren in Kassel
1987-93 Studium der Visuellen Kommunikation an der GhK Kassel
1990 „Agfaförderpreis“
1992 „Agfaförderpreis“
1994 „Kassler Kunstpreis“, Wolfgang Zippel Stiftung


Ausstellungen (Auswahl)
2008 „VanillaVoodoo“, Kunstverein Jena
2006 „fancy family fox“, Fotonale Ellwangen, Palais Adelmann
2005 „Photograms“, Galerie Doonkerslot, Amsterdamm, Niederlande



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