| Museum für Angewandte Kunst: Meissen – Barockes Porzellan in Köln |
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| Freitag, 11. Dezember 2009 um 18:45 Uhr | ||
Die bedeutendste Porzellanmanufaktur des 18. Jahrhunderts in Europa wurde am 23. Januar 1710 durch den sächsischen Kurfürsten und König von Polen, August den Starken (1670-1733), gegründet. In vier Sprachen ließ er in einem gedruckten Dekret die Erfindung des Porzellans sowie die Gründung von Manufakturen in Sachsen feierlich verkünden.
Figuren Kaufmannsfrau, Modell wohl von Johann Joachim Kaendler, um 1755, Porzellan © Rheinisches Bildarchiv / Marion Mennicken
Die Produktion wurde noch im Juni desselben Jahres auf der Albrechtsburg in Meißen aufgenommen; das „weiße Gold“ aus Sachsen sollte bald zum begehrtesten Luxusgut der europäischen Fürstenhöfe avancieren. Anlässlich des 300-jährigen Gründungsjubiläums der Meissener Manufaktur präsentiert das Museum für Angewandte Kunst in Köln eine hochkarätige Porzellan-Sammlung aus rheinischem Privatbesitz, die bislang noch nie ausgestellt wurde. Die äußerst seltenen und wertvollen Exponate aus dem 18. Jahrhundert – insgesamt über 300 Stück – vermitteln sowohl einen Einblick in die vielfältige Produktion der berühmten Manufaktur als auch in die raffinierte Kultur und Geisteswelt des barocken Zeitalters. Die Ausstellung zeigt drei Themenschwerpunkte der Sammlung: Die herausragende Plastik mit ihren Figuren und Figurengruppen bildet den ersten Schwerpunkt, eine große Anzahl an so genannten Galanterien mit fein bemalten Schnupftabakdosen, Tabatieren genannt, Riechfläschchen oder Büchsen den zweiten.
Teedose mit Komödienfiguren und Blumenknauf (Detail Rückseite), nach 1743, Porzellan © Rheinisches Bildarchiv / Marion Mennicken
Den dritten Schwerpunkt bildet schließlich prunkvoll mit Chinoiserien, Landschafts- und Kauffahrteiszenen sowie Blumenmalereien verziertes Tafelgeschirr sowie aufwendig dekorierte und mit Metall montierte Walzenkrüge. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog (Arnoldsche Art Publishers, www.arnoldsche.com). Der Eintrittspreis beträgt 3,50 Euro, ermäßigt 2,00 Euro. Das Kombiticket für den Besuch der Sonderausstellungen und der Ständigen Sammlung kostet 6,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.
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