| Schweriner Kunstschau: Rammstein bis Petermännchen |
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| Samstag, 03. April 2010 um 09:46 Uhr | ||
Schwerin (dpa/mv) - Vom Petermännchen bis hin zu Rammstein spannt sich der Bogen einer Sonderschau zum 850. Gründungsjubiläum von Schwerin. Der sagenumwobene Geist soll heute noch im Schloss spuken und die polarisierende Rockband fand im Schwerin der Nachwendezeit ihren Anfang. «Es ist faszinierend, was die beteiligten Künstler mit unverstelltem Blick an Neuem für uns und die Besucher des Museums entdeckt haben», sagte Kuratorin Claudia Schönfeld. Die Ausstellung «Schwerinblicke - Künstlersichten» ist seit Freitag im Staatlichen Museum der Landeshauptstadt zu sehen.
Zehn Künstler aus aller Welt hatten in Jubiläumsstadt Anregungen für die multimediale Schau gesammelt. Laut Schönfeld reflektieren sie dabei die Geschichte, halten die Gegenwart fest und entwerfen visionäre Bilder vom Schwerin der Zukunft. In dem vom Schweizer Daniel Spoerri konzipierten «Petit Musée Sentimental de Schwerin» (Emotionales Museum) finden sich die goldenen Boxhandschuhe von Boxeuropameister Dieter Berg, das erste Album von Rammstein-Sänger Till Lindemann und die Haube der legendären Schweriner Blumenfrau Bertha Klingbeil. In der Videoinstallation der Dresdner Künstlergruppe Reinigungsgesellschaft geben Schüler aus Schwerin Auskunft über ihre Zukunftspläne, Hoffnungen und Ängste in der «Risikogesellschaft». Der Schotte Jim Hamlyn ließ sich bei seinen Arbeiten von den vielen Seen im Stadtgebiet inspirieren.
Schönfeld kündigte an, dass die Schau in den kommenden Wochen auch auf den Museums-Vorplatz ausgedehnt werde, auf dem große Banner aufgestellt würden. Der sogenannte Alte Garten ist alljährlich Schauplatz der Schweriner Schlossfestpiele mit vielbesuchten Opern- Aufführungen unter freiem Himmel. Die Ausstellung im Museum ist bis zum 4. Juli geöffnet.
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