| „Hommage an August den Starken im Geiste des Spätbarock“ |
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| Samstag, 03. April 2010 um 08:03 Uhr | ||
Porzellansammlung im Dresdner Zwinger wiedereröffnet
„Opulent und brillant konzipiert: Mit dieser neuartigen Präsentation führt die Porzellansammlung ihren Besuchern den kulturgeschichtlichen Hintergrund der auf der Welt einzigartigen Sammlung Augusts des Starken vor Augen“, sagte der Direktor der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Dr. Ulrich Pietsch, heute aus Anlass der Wiedereröffnung der Sammlung im Dresdner Zwinger.
Nach sechsmonatiger Schließung steht die Porzellansammlung den Besucherinnen und Besuchern ab morgen wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Seit Herbst des vergangenen Jahres hatte der New Yorker Architekt Peter Marino aus Anlass notwendiger Baumaßnahmen an Fenstern, Beleuchtung und Heizung die Gestaltung von Bogengalerie, Langgalerie und Tiersaal in enger Zusammenarbeit mit dem Dresdner Architektenbüro Knerer & Lang überarbeitet. Die Projektleitung hatte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).
„Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besitzen das fabelhafteste Porzellan, das jemals geschaffen wurde. Das ostasiatische Porzellan und die Meissener Tierplastiken sind umwerfend schön. Es war ein unglaubliches Privileg und eine Ehre, gefragt zu werden, ob ich ihre Heimstatt gestalten würde“, sagte Peter Marino.
Finanzstaatssekretär Dr. Wolfgang Voß: „Die Wiedereröffnung der Porzellansammlung ist ein Glanzpunkt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Jubiläumsjahr des Porzellans und ein Ereignis, das deutlich macht: Der Freistaat Sachsen nimmt die Verantwortung für seinen kulturellen Nachlass qualitätsvoll und in hohem Maße wahr. Dank des Konjunkturpaketes II des Bundes konnten 2,4 Millionen Euro in diese Baumaßnahme investiert und ein Pendant zur Ostasiengalerie geschaffen werden. Die Baumaßnahme ist ein Beispiel dafür, dass Sachsen seine Konjunkturmittel mit dauerhaften Wirkungen einsetzt.“
„Die neu gestaltete Sammlung ist die phantasievolle Inszenierung des Porzellanschloss-Traumes von August dem Starken. Sie ist eine Hommage an den Kurfürsten im Geiste des Spätbarock“, so der Direktor der Sammlung, Dr. Ulrich Pietsch. Mit der Neugestaltung habe Peter Marino an die bisherige Gestaltung der Ostasiengalerie angeknüpft, mit der er bereits 2006 großes Aufsehen erregt hatte. In der südlichen Bogengalerie - mit Porzellan aus China und Japan - finden sich nun vergoldete, barocke anstelle der bisher postmodernen Konsolen.
Ein opulentes Wandarrangement erwartet die Besucher auch in der neu gestalteten Langgalerie mit türkisfarbenem Porzellan vor purpurvioletter Wand. Dieses Ensemble war in größerer Form bereits für das Porzellanschloss - das Japanische Palais – vorgesehen. Im bisher nüchternen Tiersaal sind die Wände nun mit Ledertapeten nach Vorbildern des frühen 18. Jahrhunderts gestaltet. In der Mitte des Saales stehen zwei chinesisch anmutende Baldachine, zwischen ihnen findet sich ein gitterförmiger fünf Meter hoher Pavillon im chinesischen Stil, gedeckt von einem Pagodendach mit Porzellanglocken.
Auf vergoldeten Wandkonsolen sitzen Vogelplastiken des Meissener Modelleurs Kaendler - ebenfalls des 18. Jahrhunderts. Die Dresdner Sammlung verfügt weltweit über die größte Anzahl an Tierplastiken. Diese werden nun ergänzt durch 24 Meissener Vogelplastiken aus der privaten Sammlung des Ehepaars Jutta und Prof. Kurt Salfeld, die der Porzellansammlung als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt wurden. Das Ehepaar stellt der Porzellansammlung darüber hinaus 30 Meissener Vogelplastiken für fünf Monate zusätzlich zur Verfügung.
Die Porzellansammlung im Dresdener Zwinger ist ab 1. April 2010 täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. |

























































