| Skulpturenprojekt empfängt den Besucher der ART COLOGNE 2010 |
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| Samstag, 03. April 2010 um 08:24 Uhr | ||
Schauplatz zeitgenössischer Großskulptur und Installation
Nach erfolgreicher Premiere im vergangenen Jahr empfängt die ART COLOGNE 2010 (21.-25.04.2010) erneut ihre Besucher mit einer Auswahl hochkarätiger Skulpturen und Installationen, so dass der Besucher spätestens mit Betreten des Südeingangs in der Kunst angekommen ist. Elf Installationen und Skulpturen – unter anderem von John Chamberlain, Bruno Gironcoli, Yin Xiuzhen, Victor Vasarely, Joseph Zehrer, Victor Burgin und Josephine Meckseper – verwandeln den Außenbereich und die Eingangshalle zu einem Schauplatz zeitgenössischer Großskulptur und Installation, stimmen so die Besucher auf die 44. ART COLOGNE ein.
John Chamberlain Deadeye Dick 1982, bemalter und chromierter Stahl 317,5 x 188 x 152,4 cm / 125 x 74 x 60 ins signiert und datiert: „J Chamberlain 82“ Cat. Rais. Julie Sylvester #687
© John Chamberlain / Galerie Karsten Greve Foto: Sasa Fuis Köln
Auf dem Vorplatz der ART COLOGNE zeigt die Galerie Karl Pfefferle (München) eine Hommage an den im Februar verstorbenen Bildhauer Bruno Gironcoli und präsentiert den monumentalen Aluminiumguss „Untitled“ aus den Jahren 1996/2004. Bereits auf der Empore des Südeingangs werden zwanzig der 2009 entstandenen „Rocking Chairs“ von Lilian Bourgeat (Galerie Lange + Pult; Zürich) den Besucher zu einer ersten Pause einladen, regt der in Frankreich arbeitende Künstler mit seinen überdimensionierten Stühlen doch die Besucher zur Berührung und praktischen Nutzung ihrer Kunst an.
Interaktive Situationen und der direkte Kontakt zwischen Kunst, Künstlerin und Besuchern bestimmen auch die Installation „Collective Unconscious“ (2007) von Yin Xiuzhen (Alexander Ochs Galleries, Berlin/ Beijing). Für die zuletzt im Museum of Modern Art (MoMA, New York) gezeigte Arbeit wählte die Chinesin einen jener ausrangierten Mini-Busse, die jahrzehntelang als illegale „Sammeltaxen“ das Straßenbild Chinas prägten. Heute, nachdem durch Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation die Autopreise gefallen sind, sind Autos für Millionen Chinesen erschwinglich geworden, verschwinden die „Sammeltaxen“ aus dem chinesischen Stadtbild und damit auch aus dem Gedächtnis der Bevölkerung. Die Galerie Reinhard Hauff (Stuttgart) präsentiert eine lebensgroße Ölpumpe der Whitney Biennal (New York) Teilnehmerin Josephine Meckseper „Untitled“ (Oil Rig No. 2; 2009), die durch ihre Materialität und die reduzierte Konstruktion einen faszinierenden Eindruck von geballter Kraft ausstrahlt. Die Arbeit ist Teil von Meckseper geübter Kritik am Zusammenhang von Rohöl-Gewinnung, Irakkrieg und dem dahinter stehenden US-amerikanischen Wertesystem. Die Galerie Christian Nagel (Köln/Berlin) steuert das „Karussell“ (1999/2000) von Joseph Zehrer bei. Die Installation stellt einen temporären Stillstand eines in sich verwobenen Prozesses dar und präsentiert eine Ansammlung von im Jahr 1999 täglich aufgenommenen Fotos. Der Düsseldorfer Galerist Hans Meyer zeigt mit der über zehn Meter langen Wand des Op-Art Meister Victor Vasarely „Untitled“ (1963) eine Raum suggerierende Aluminiumarbeit. Weitere Meister der Gegenwartsskulptur präsentieren die Galerie Löhrl aus Mönchengladbach (Stephan Balkenhol „Doppelköpfiger Drache“) und die Galerie Karsten Greve (Köln, Paris, St. Moritz), die die Arbeit „Deadeye Dick“ von John Chamberlain präsentiert. Mit der 1982 entstandenen Arbeit bezieht sich Chamberlain – einer der Wegbereiter und Erneuerer moderner Plastik in den USA – auf das gleichnamige Buch des amerikanischen Schriftstellers Kurt Vonnegut. Das Ensemble im Eingangsbereich komplettiert die Installation mit sechs Bildtafeln von Victor Burgin „Object Relations“ (1988; Galerie Thomas Zander; Köln).
Yin Xiuzhen Collective Unconscious Alexander Ochs Galleries, Berlin/Beijing
„The Feast“ (2009) von Florian Neufeldt stimmt auf das Circus Hein Projekt ein, das in diesem Jahr das kommunikative Zentrum des OPEN SPACE in ein artistisch-circensisches Gesamtszenario verwandeln wird. Eine weitere Arbeit des Circus Hein-Projekts spannt den Bogen von der Messe in die Stadt: „Please come, I am leaving“ (2007) von Kaspar Bonnén wird im Wintergarten des Hotel Excelsior Ernst zu sehen sein. Eine Verbindung zwischen der ART COLOGNE und den Ereignissen der Stadt bietet ebenfalls der Kölner Karnevalswagen „Ihr seid Künstler und wir nicht!“, mit dem Künstler und Kulturschaffende gegen den Abriss des Kölner Schauspielhauses von Wilhelm Riphahn protestieren. Er wird zur ART COLOGNE auf dem Vorplatz des Südeingangs „parken“. |


























































