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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunstsammlungen Dresden: «Zukunft seit 1560» PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 06. April 2010 um 20:31 Uhr

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Dresden (dpa/sn) - Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden beleuchten vom 18. April an unter dem Titel «Zukunft seit 1560» ihre 450-jährige Geschichte. Bis zum 7. November sollen rund 350 Exponate in den einstigen Paraderäumen des Residenzschlosses die Entwicklung von der kurfürstlichen Kunstkammer zum öffentlichen Museumsverbund dokumentieren. «Wir haben bewusst versucht, nicht nur den Gang der Geschichte von 1560 bis 2010 aufzuzeigen, sondern Phänomene zu benennen, welche die Geschicke der Sammlungen über 450 Jahre bestimmt haben», sagte Kuratorin Karin Kolb. «Die Ausstellung gibt erstmals einen Überblick über die gesamte Geschichte, in moderner und klarer Formensprache.»

 

Die Kunstwerke zeugen von der Sammelleidenschaft der Kurfürsten und Könige und ihrem Drang nach musealer Repräsentation. Kolb: «Es sind bekannte und weniger bekannte Objekte aus unseren sowie anderen Dresdner Beständen, die einst Teil der fürstlich-königlichen Sammlungen waren sowie aus Museen im In- und Ausland.» Die Exposition werde in fünf Kapiteln die Aspekte behandeln, die entscheidenden Einfluss hatten: Schöpfung, Verlangen, Wissbegierde, Konfrontation und Ausstrahlung.

 

«Fünf Phänomene, die maßgeblich gewirkt haben als Impuls und Motoren und die sich über die Zeit nachweisen lassen.» Der Titel der Schau verweise zudem darauf, dass der Zukunftsgedanke immer eine treibende Kraft war. «Auch wenn das Zukunftsverständnis mancher Zeit aus heutiger Sicht als schmerzhafter Irrweg gesehen werden musste.»

 

Für die Sonderausstellung werden die Repräsentationsgemächer der Herrscher zum letzten Mal vor der geplanten Rekonstruktion öffentlich zugänglich sein und mit großem Aufwand ausgestattet. «Die Sammlungen wurden ja auch zur Repräsentation benutzt», sagt Kolb. Gezeigt werden sollen nun vor allem Kunstwerke mit besonders wichtigem Stellenwert für die Sammlungsgeschichte.

 

Schöpfung soll laut Kolb die Anfänge der Kunstkammer beschreiben. Dabei spiegelten die Objekte das Weltbild der Zeit und die Schöpfung sowie das Streben nach dem Besten wider. Der Teil Verlangen präsentiere das Streben nach Macht, Position und Besitz als Motive für das Sammeln. Unter dem Thema Wissbegierde sollen Instrumente von der naturwissenschaftlichen Erforschung der Welt vom 16. Jahrhundert an zeugen.

 

Im Kapitel Konfrontation geht es dann um die Auseinandersetzung von Alt und Neu, um die Frage der Sammelwürdigkeit, die Verluste durch die Nazi-Aktion entartete Kunst, die Rolle des Galeriedirektors Hans Posse als Sonderbeauftragter für das Führermuseum in Linz oder das Spannungsverhältnis zwischen Anpassung und Selbstbehauptung in der DDR-Zeit. «Der letzte Themenbereich widmet sich der Ausstrahlung und öffentlichen Wirkung der Sammlungen.»

 

Internet: www.skd-dresden.de

 



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