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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Ausstellung zur Künstlergruppe «Der Große Bär» Von Martina Rathke, dpa PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 06. April 2010 um 20:31 Uhr

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Lüttenort (dpa/mv) - Das Atelier Otto Niemeyer-Holstein auf Usedom widmet nach mehr als 80 Jahren als erstes deutsches Museum wieder der Künstlergruppe «Der Große Bär» eine Ausstellung. Otto Niemeyer- Holstein gehörte als jüngstes Mitglied zu der 1924 in Ascona am Lago Maggiore gegründeten Künstlergruppe, wie Atelier-Leiterin Franka Keil am Dienstag sagte. Die Ausstellung mit 19 Werken von neun Künstlern aus sechs Nationen wird am Samstag (10. April) eröffnet. Niemeyer- Holstein (1896-1984) reiste 1917 als Kriegsversehrter zur Genesung in die Schweiz. Dort begann er mit dem Malen und Zeichnen. Mit sechs weiteren Malern gründete er die Künstlergruppe, deren Namen sich auf das Siebengestirn «Der Große Bär» bezieht.

 

Bis zum 17. Oktober zeigt Lüttenort Werke der Gründungsmitglieder Marianne von Werefkin (1860-1938), Walter Helbig (1878-1968), Ernst Frick (1881-1956), Albert Kohler (1883-1946), Otto van Rees (1884- 1957), Gordon Mc Couch (1885-1956) und Niemeyer-Holstein. Zudem sind in der Ausstellung Arbeiten von Richard Seewald (1889-1976), der nach dem Weggang Niemyer-Holsteins dessen «Stern» übernommen hatte, sowie des Niemeyer-Freundes Arthur Segal (1875-1944) zu sehen. Die Leihgaben stammen aus Museen in Ascona und Lugano sowie von drei privaten Leihgebern aus Ascona, Root und Zürich.

 

Zuletzt war 1928 in Deutschland - in der Berliner Galerie Nierendorf - eine Ausstellung zur Künstlergruppe «Der Große Bär» zu sehen. 1979 hatte sich die Akademie der Künste in Berlin (West) unter dem Namen «Monte Verità - Berg der Wahrheit» der lebensreformistischen Künstlerkolonie in Ascona gewidmet, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts gebildet hatte und zu deren Umfeld auch die Gruppe «Der Große Bär» gehörte. Ascona hatte sich zur Drehscheibe neuer geistiger Strömungen wie der Anthroposophie, des Pazifismus oder der Theosophie entwickelt und zog nach 1914 Emigranten wie Hans Arp, Hugo Ball, Ernst Bloch oder Hermann Hesse an. An der Ausstellung in Lüttenort ist Keil zufolge mehrere Jahre gearbeitet worden. Vor zwei Jahren war eine Kunsthistorikerin beauftragt worden zu recherchieren, welche Arbeiten nach Usedom gehen können.

 

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