| Pressefotos aus Israel in München ausgestellt |
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| Mittwoch, 07. April 2010 um 19:31 Uhr | ||
München (dpa) - Israels Staatsgründer David Ben-Gurion beim Kopfstand am Strand, israelische Fallschirmjäger 1967 nach der Einnahme der Klagemauer - die Fotografen Paul Goldmann und David Rubinger haben die Geschichte Israels in Bildern festgehalten. Die Wanderausstellung «60 Jahre Pressefotografie aus Israel», die jetzt in München angekommen ist, zeigt diese beeindruckenden Fotos. Am Mittwochabend wurde sie eröffnet.
«Sie, Herr Rubinger und Paul Goldmann, haben den nachfolgenden Generationen Bilder hinterlassen, die mehr sagen als 1000 Worte», sagte die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, in ihrem Grußwort laut vorab verbreitetem Redemanuskript. Im Medienzeitalter träten Berufsethos und journalistische Verantwortung allzu oft in den Hintergrund, kritisierte sie. Das sei vor allem im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Nahost-Konflikt immer wieder festzustellen.
Während des Libanonkrieges seien beispielsweise Fotos gefälscht und inszeniert worden, die Israel in ein schlechtes Licht rücken sollten, sagte Knobloch und sprach von einem «medialen Propagandakrieg». Rubinger und Goldmann dagegen zeigten in ihrer Arbeit «ein vielfältiges und liebenswürdiges Israelbild, das auch die Schattenseiten nicht ausklammert».
Die Arbeit des 1986 verstorbenen Paul Goldmann, die vor allem Bilder aus der Zeit der Staatsgründung umfasst, war lange Zeit verschollen. David Rubinger machte sich auf die Suche nach den Bildern seines älteren Kollegen und wurde auf dem Dachboden von Goldmanns Tochter bei Tel Aviv fündig. Die Schau in München ist die letzte Station der Wanderausstellung.
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