| «Ausgeliehene» Muschelschale wieder in Cecilienhof |
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| Samstag, 10. April 2010 um 09:23 Uhr | ||
Potsdam (dpa/bb) - 40 Jahre verschwunden, nun wieder da: Eine bronzene Muschelschale ist unerwartet ins Schloss Cecilienhof in Potsdam zurückgekehrt. Ende Februar wurde die Schale unbemerkt und anonym an der Kasse abgelegt, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mitteilte. Das Schmuckstück wurde am Freitag noch einmal präsentiert, bevor es zur Restaurierung wandert. Ein Verstorbener hatte offenbar verfügt, das 1972 «ausgeliehene» Stück wieder an den angestammten Platz zurückzubringen.
Die Schale gehört zu einer Engelsfigur, die während der Potsdamer Konferenz von 1945 im Arbeitszimmer der amerikanischen Delegation, dem ursprünglichen Rauchzimmer des Kronprinzen Wilhelm, stand. Recherchen im Hausinventar und der Vergleich mit historischen Aufnahmen ergab: bis Anfang der 1970er Jahre war sie komplett und stand auf einer gedrechselten Holzsäule in dem Raum. Die Plastik ist unbekannter Herkunft und gehört zu den Gegenständen, mit denen erst im Zuge der Vorbereitungen für die Potsdamer Konferenz das Schloss dekoriert wurde. Nach der Restaurierung wird die Bronze wieder auf dem erhaltenen originalen Postament aufgestellt.
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