| Görlitz saniert für Landesausstellung |
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| Montag, 12. April 2010 um 21:15 Uhr | ||
Görlitz (dpa/sn) - Für die 3. Sächsische Landesausstellung «Via Regia» im kommenden Jahr wird seit Anfang April ein Teil des Barockhauses Neißstraße in Görlitz saniert. Bis Februar 2011 sollen in das Museums- und Bibliotheksgebäude 3,5 bis vier Millionen Euro investiert werden, sagte Norbert Seibt vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) am Montag. Die Ausstellung zur Geschichte der alten europäischen Handelsstraße ist vom 21. Mai bis 31. Oktober 2011 zu sehen. Sie steht unter dem Motto «800 Jahre Bewegung und Begegnung». Als zentraler Ort für die Präsentation wird unterdessen bereits der Kaisertrutz für 5,9 Millionen Euro ausgebaut.
Insgesamt 8,5 Millionen Euro sollen bis 2012 in die komplette Sanierung des Görlitzer Barockhauses direkt an der Via Regia fließen, kündigte Oberbürgermeister Joachim Paulick (parteilos) an. 2,2 Millionen Euro steuere die Stadt als Eigenanteil bei. Im ersten Bauabschnitt werden repräsentative Räume für das Kulturhistorische Museum und die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften mit dem historischen Büchersaal denkmalgerecht wieder hergerichtet. Der Görlitzer Leinwand- und Damasthändler Christian Ameiß hatte das Haus 1726 errichten lassen. Während der Landesausstellung gehen die Bauarbeiten in zwei benachbarten Gebäuden weiter. Darin wird unter anderem das neue Museumsdepot auf fünf Etagen untergebracht.
Die Via Regia führte einst vom spanischen Santiago de Compostela bis nach Kiew. Die Ausstellung wird sich auf die Blütezeit des gut 800-jährigen Verkehrsweges von der Mitte des 13. bis ins 19. Jahrhundert konzentrieren. Zur ersten Landesausstellung 1998 kamen etwa 360 000 Besucher ins Kloster St. Marienstern nach Panschwitz-Kuckau. 2004 sahen 226 000 Gäste die Schau in Torgau.
Internet: www.landesausstellung-viaregia.museum/
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