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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Museum für Romantiker C. D. Friedrich geplant Von Martina Rathke, dpa PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 13. April 2010 um 20:44 Uhr

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Greifswald (dpa/mv) - Der Taufeintrag zu Caspar David Friedrich (1774-1840) ist noch heute in den alten Taufbüchern von St. Nikolai in Greifswald zu finden. Nur wenige Schritte weiter, im Schatten der gewaltigen Backsteinkirche, stand das Elternhaus des Jungen, der zum berühmtesten Maler der deutschen Romantik werden sollte. Der Sohn eines Seifensieders erhielt in Greifswald seine ersten Unterweisungen im Zeichnen. Friedrichs Werke sind geprägt von der pommerschen Landschaft, den Kirchen, Hünengräbern und Kreidefelsen. Nun will ihm seine Geburtsstadt in Form eines Personalmuseums ein Denkmal setzen. Am Montagabend stellte die Bürgerschaft der Hansestadt mit einem Grundsatzbeschluss die Weichen dafür. Mit dem Museum solle Friedrich in seiner Geburtsstadt eine angemessene Würdigung erfahren, sagte Oberbürgermeister Arthur König (CDU).

 

Rund zehn Millionen Euro wird das Museum Schätzungen zufolge kosten. Bereits im Mai will die Stadt einen Architektenwettbewerb auf den Weg bringen. «Wir hoffen auf eine Beteiligung international renommierter Architektenbüros», sagte Greifswalds Bauamtsleiter Thilo Kaiser. Bei der Architektur des Gebäudes solle eine zeitgemäße «Signatur» gefunden werden, die die romantische Position Friedrichs, die Durchdringung von Geist und Natur, repräsentiere, heißt es in dem Positionspapier. Als Vorbilder könnten unter anderem das von Daniel Libeskind gestaltete Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück, das Zentrum Paul Klee in Bern oder das arp museum in Remagen dienen.

 

Der Ort für den Neubau steht schon fest. In der Altstadt, direkt neben dem Pommerschen Landesmuseum, soll das Museum von 2015 an die in Greifswald befindlichen Werke des Romantikers präsentieren. Zudem sollen Friedrichs Beziehungen zu seinem künstlerischen Umfeld wie dem in der Nachbarstadt Wolgast geborenen Maler Philipp Otto Runge, seinem Lehrer Johann Gottfried Quistorp sowie seinem Freund Carl Gustav Carus beleuchtet werden. Insgesamt 80 Friedrich-Originale befinden sich im Besitz des Pommerschen Landesmuseums, darunter so berühmte Gemälde wie die «Ruine im Riesengebirge» (1815/1820).

 

Der mit großer Mehrheit gefasste Beschluss der Bürgerschaft sei erforderlich gewesen, um potenziellen Geldgebern ein Signal zu geben, betonte König. Die Stadt hofft auf Unterstützung von Land und Bund. Die Landesregierung hat das Projekt bereits in seinem Antrag an den Bund zu «Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland» an erster Stelle eingeordnet. Über dieses Programm könne eine Million Euro pro Jahr bereitgestellt werden, hieß es. Nach dem Bürgerschaftsbeschluss könnten nun konkrete Verhandlungen aufgenommen werden, sagte der Direktor des Pommerschen Landesmuseums, Uwe Schröder. «Das Caspar-David-Friedrich-Haus kann ein Flaggschiff für ein abgestimmtes Romantikkonzept in ganz Mecklenburg-Vorpommern werden», zeigte er sich überzeugt.

 

Der Greifswalder Landtagsabgeordnete Sebastian Ratjen (FDP) erhofft sich von einem Friedrich-Museum größere internationale Ausstrahlung und damit Impulse für die Tourismuswirtschaft der Stadt. Friedrich-Ausstellungen in Essen und Hamburg hätten sich zu wahren Publikumsmagneten entwickelt.

 

Greifswald wird sich der Wirkung seines bedeutendsten Sohnes zunehmend bewusst. So wird Friedrichs Geburtsstätte zu einem Ausstellungs-und Forschungszentrum ausgebaut. Jedoch nicht alles, was zu Ehren Friedrichs und zum Nutzen der Stadt geschieht, ist unumstritten. Gegen das Denkmal - initiiert durch eine örtliche Stiftung - regt sich Unmut. Kritiker monieren die naturalistische Darstellung des Romantikers. Zudem soll das mit Landesmitteln finanzierte Denkmal auf einem öffentlich zugänglichen Privatgrundstück des Greifswalder Landtagsabgeordneten Egbert Liskow (CDU) stehen.

 

 



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