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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Malerstar mag kein Rampenlicht - Neo Rauch wird 50 Von Sophia-Caroline Kosel, dpa PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 15. April 2010 um 19:20 Uhr

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Leipzig (dpa) - Die New York Times beschrieb ihn als «Max Ernst des postsozialistischen Realismus». Der Economist titelte 2002: «The coolest name in art - Neo Rauch». Sein Galerist nennt ihn den weltweit wichtigsten Maler seiner Generation. Neo Rauch, Ikone der «Neuen Leipziger Schule», ist zweifellos einer der bekanntesten Gegenwartskünstler. Er hat in den besten Kunstmuseen der Welt ausgestellt, verdient mit seinen riesigen Gemälden jeweils mehrere hunderttausend Euro und wird in Deutschland ebenso hofiert wie in Amerika. Zu seinem 50. Geburtstag am Sonntag bekommt der Malerstar ein besonderes Geschenk: Eine Doppelretrospektive im Bildermuseum seiner Heimatstadt Leipzig und in der Münchner Pinakothek.

 

«Jedes Bild ist erst einmal ein Problem - eine Verheißung und ein Problem zugleich. Wie beim Schachspiel», sagte Rauch jüngst in einem Interview. Auch für den Betrachter sind seine farbintensiven Werke voller Dinge und Gestalten kein leichtes Spiel: Sie lassen sich schwer entziffern. Rauch wandelt mit dem Pinsel durch Zeiten und Räume, meist im düsteren Stil, und lässt in den Collagen Reales und Surreales verschmelzen. Die Leinwand-Motive findet er in seinen Träumen und in und um Leipzig. Seine Lehrmeister an der Hochschule für Grafik und Buchkunst waren Arno Rink und Bernhard Heisig - beides bekannte Maler des DDR-Realismus. Rauch zeichnet aber auch - auf kleinen Formaten - und will sich demnächst als Bildhauer probieren.

 

Während andere Künstler scharenweise nach London, Berlin oder New York zogen, ist Rauch seiner Heimat ein halbes Jahrhundert lang treu geblieben. Seine Kindheit verbrachte er allerdings im beschaulichen Aschersleben (Sachsen-Anhalt): Wenige Wochen nach seiner Geburt kamen seine Eltern bei einem Zugunfall ums Leben und seine Großeltern nahmen ihn auf. Schon lange lebt der Maler aber wieder in Leipzig. In in einem Vorort bewohnt er mit seiner Frau Rosa Loy, einer Malerin, ein unspektakuläres Einfamilienhaus mit einem großen, natürlichen Garten. Dort ist er an Wochenenden häufig bei der Arbeit zu sehen.

 

Seine Arbeitszeiten ähneln denen eines Angestellten: Von Montag bis Freitag radelt der weltberühmte Freiberufler am Morgen etwa 15 Kilometer zu seinem Atelier in einer früheren Baumwollspinnerei. Dort steht auch eine Mittagspause fest auf dem Programm. Abends geht es wieder nach Hause. In dem ehemaligen Fabrikgebäude malt er alleine - ohne Heerscharen von Helfern, wie andere berühmte Künstler. Auf seinen eigenen Vernissagen steht der attraktive, schlanke Rauch ungern im Rampenlicht, sondern oft mit Jeans und Jackett abseits vom Trubel. Auf Presse-Fotos verschränkt er die Arme und blickt ernst. Small-Talk und Party-Hopping sind nicht Sache des Künstlers, der sich für Ernst Jünger ebenso begeistert wie für Karate.

 

Oberflächlichkeit und halbe Sachen mag er ebenso wenig. Das zeigt sich an seiner metaphernreichen, philosophischen und floskellosen Sprache ebenso wie an seiner Einstellung zum Professorenjob. Diesen hatte er an der Leipziger Kunsthochschule vorzeitig wieder aufgegeben, weil er gemerkt hatte, dass mindestens eine Sache zu kurz kommt, wenn er malt und lehrt. «Der Fracksaum des staubgrauen Dieners ist in die Fahrradspeichen geraten», sagte er über sich zur vorzeitigen Aufgabe seiner Professur. Nun betreut Rauch nur noch eine kleine Gruppe von Meisterschülern. Auch im Umgang mit Journalisten ist er eigen: Sorgfältig wählt der Künstler seine Interviewpartner aus. Doch wenn er ein Interview gibt, widmet er sich seinem Gesprächspartner intensiv; und mitunter durchaus humorvoll. «Ich bin ein Konservativer und heiße Neo: eine ironische Situation», sagt er über sich.

 



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