| Kulturverbände laut Experte unterfinanziert |
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| Donnerstag, 15. April 2010 um 19:20 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Die vom Freistaat geförderten Landeskulturverbände und Kultureinrichtungen sind unterfinanziert und überbelastet. Zu diesem Ergebnis kommt Professor Eckehard Binas von der Hochschule Zittau/Görlitz in einem Bericht, der Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) am Donnerstag in Dresden übergeben wurde. Binas hatte in deren Auftrag 20 Institutionen wie den Landesverband Amateurtheater, die Filminitiative Dresden oder den Leipziger Synagogalchor überprüft. «Die Verbände sind zwar nicht gefährdet, aber die Lage ist angespannt», sagte Binas. Qualifiziertes Personal sei oft unterbezahlt - bei langen Arbeitszeiten. Dem Ministerium zufolge erhalten die Einrichtungen und Verbände jährlich fast 1,8 Million Euro vom Freistaat.
Die Mitarbeiter seien hochmotiviert, professionell und engagierten sich überdurchschnittlich, berichtete Binas. Aber er habe dennoch Anzeichen von Ermüdung festgestellt. «Die kritische Grenze der Belastbarkeit ist erreicht.» Die Kernaufgaben für die Einrichtungen und Verbände müssten neu definiert werden, um die Finanzierung künftig zu sichern. Einige Verbände etwa im Film - oder Musikbereich müssten enger zusammenarbeiten, so der Wissenschaftler. Größeres Engagement mahnte er auch von Kommunen, Land und Bund an. Wegen der Bedeutung der Kulturverbände und -einrichtungen sei im Zusammenhang mit jüngsten Sparauflagen in diesem Bereich vergleichsweise wenig gestrichen worden, so die Ministerin.
Internet: www.smwk.sachsen.de
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