| Zeitgenössische Kunst auf barockem Wasserschloss |
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| Montag, 19. April 2010 um 07:05 Uhr | ||
Jüchen (dpa/lnw) - Gegenwartskunst im barocken Wasserschloss: 16 namhafte Maler, Bildhauer, Objektemacher und Videokünstler präsentieren sich mit ihren Werken auf Schloss Dyck bei Neuss. An der bis zum 30. Dezember geöffneten Ausstellung nehmen unter anderem Peter Diog, Katharina Fritsch und Jonathan Meese mit Werken aus der privaten rheinischen Kunstsammlung «Rheingold» teil, erklärten die Veranstalter am Freitag. Unter dem Titel «Was tun? Was geschieht?» möchte die ab Sonntag geöffnete Kunstschau «Selbstbilder und Lebensentwürfe» der Künstler skizzieren. Das Spektrum der ausgewählten Arbeiten «handelt von Ideen, Modellen, Handlungen, Gefühlen».
Der 1970 geborene Kubaner Diango Hernández zeigt großformatige Werke, in denen er sich mit dem sozialistischen System seiner Heimat auseinandersetzt. Pavel Pepperstein, 1966 in Russland geboren, greift ironisch die Paradoxien der Wirklichkeit auf, die er in der Form global verbreiteter Piktogramme wie dem Dollarzeichen, dem Apple- Logo und dem schwarzen Quadrat von Kasimir Malewitsch in seinen Gemälden thematisiert.
Humorvoll kommt die Skulptur von Katharina Fritsch «Frau mit Hund» daher. Aus Muscheln als dem Symbol weiblicher Sexualität geformt, fügt sie sich in den mit raffinierten Wandmalereien ausgestatteten Raum in einem der bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlands ein. Einen ganzen Saal besetzen auch die Filmplakate von Peter Doig, wodurch der cineastische Aspekt im Werk des schottischen Malers in den Blick gerückt wird.
Zu der Sammlung «Rheingold» haben sich 2001 sechs Sammler zusammengeschlossen, die mehrmals jährlich Werkgruppen zeitgenössischer Künstler erwerben. In Absprache mit den Künstlern und Museumsleitern sollen damit Schwerpunkte auf «zukunftsweisende Positionen» gelegt werden. Die Arbeiten stehen leihweise den kooperierenden Museen zur Verfügung. Zur Sammlung gehören Werke unter anderem von Georg Baselitz, Neo Rauch, Jörg Immendorff, Thomas Struth und Candida Höfer.
Internet: www.stiftung-schloss-dyck.de
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