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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Neo Rauch: «Doppelschau zeigt evolutionäres Schaffen» PDF Drucken E-Mail
Montag, 19. April 2010 um 07:05 Uhr

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Leipzig (dpa/sn) - Ein schöneres Geburtstagsgeschenk kann es für einen Künstler nicht geben: Zum 50. Geburtstag des Malers Neo Rauch beginnt am Sonntag im Bildermuseum seiner Heimatstadt Leipzig eine Retrospektive über ihn. Am Tag danach wird in der Pinakothek München ein zweiter, dazu gehörender Teil eröffnet. Bei der Doppelschau unter dem Titel «Begleiter» sind je 60 Werke aus den vergangenen 17 Jahren zu sehen - bis zum 15. August. «In meinem Schaffen hat sich nicht viel Revolutionäres ereignet, es ist ein evolutionärer Fluss», sagte Rauch am Freitag in Leipzig. Viele der meist großformatigen Gemälde gehören Privatsammlern - oft aus Übersee - und waren noch nie öffentlich zu sehen.

 

Die meisten der Bilder haben amerikanische Privatsammler Anfang der 90er Jahre erworben. Eine Reihe von Gemälden hat Rauch extra für die zwei Jahre lang vorbereitete Doppel-Ausstellung gemalt. «Die Werke von 2010 entdecken Sie nicht unbedingt über die Augen, sondern auch über die Nase», sagte Hans-Werner Schmidt, Direktor des Leipziger Museums der bildenden Künste. Er freute sich, dass der Künstler, der auch schon im Museum of Modern Art und im Metropolitan Museum of Art in New York ausstellte, nach zehn Jahren nun wieder mit einer Schau in seiner Heimatstadt präsent ist.

 

«Ich darf sagen, dass es für mich ein ganz besonders herausragender Moment ist», sagte Rauch am Freitag vor rund 100 Journalisten. «Ich danke den Hauptverantwortlichen in den Häusern für den kühnen Entschluss, meine Malerei auf sich zu ziehen.» Für ihn sei dies eine Gelegenheit, sein Werk rückwirkend «durchzuhaken» und neue Aspekte für sein Schaffen zu finden.

 

«Es ist eine große Besonderheit in der deutschen Museumswelt, dass zwei Häuser gemeinsam eine Ausstellung organisieren», sagte der Direktor der Bayrischen Staatsgemäldesammlung, Klaus Schrenk. Für die von Rauch selbst mit vorbereitete Doppelschau entschieden sich die Museen «wegen seiner kunsthistorischen Bedeutung und dem Umfang des Schaffens». «Beide Teilausstellungen ergeben für sich genommen einen Überblick. Doch um das Oeuvre Rauchs in seiner Dimension und Ausdifferenzierung zu begreifen, ist es ein Muss, beide Ausstellungen zu besuchen», sagte Schmidt.

 

Rauch wurde am 18. April 1960 in Leipzig geboren, seine Eltern starben kurz nach seiner Geburt bei einem Zugunglück. Er wuchs bei seinen Großeltern auf. Seine Spezialität als Künstler ist die Verfremdung. Mit einem unverwechselbaren Stil verbindet er alltägliche Motive und Bilder zu surreal wirkenden Kompositionen.

 

Internet: www.neo-rauch.com

 



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