| Bund verschenkt DDR-Wandbilder - zu teuer |
|
|
|
| Montag, 19. April 2010 um 07:05 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Der Bund will zwei Wandbilder von früheren DDR- Künstlern verschenken - doch den bisherigen Interessenten ist die Sicherung der Kunstwerke zu teuer. Das Problem: Die Gemälde sind so groß, dass Abbau und Transport ein Riesenaufwand wären. Experten veranschlagen jeweils rund 18 000 Euro.
«Bislang scheiterten die Interessensbekundungen an der Kostenübernahme», sagte Guido Déus, der Sprecher der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, am Freitag auf Anfrage.
Das eine Wandbild stammt von Ronald Paris und heißt «Lob des Kommunismus». Es ziert - 2 mal 11 Meter groß - eine geschwungene Gipswand im früheren DDR-Zentralamt für Statistik in Berlin. Das andere Gemälde («Der Mensch, das Maß aller Dinge») misst 15 mal 6 Meter. Der frühere DDR-Kunsthochschuldirektor Walter Womacka schuf es für die Außenfassade des einstigen Bauministeriums in Berlin.
Das Ex-Ministerium soll abgerissen werden, auch für das Statistikamt ist ein Neubau geplant. Das Bundesamt hatte deshalb die Kunstwerke kostenlos angeboten, um sie zu retten.
«Ein Skandal», befand der Berliner Linken-Abgeordnete und frühere Kultursenator Thomas Flierl. Es gehe um öffentlichen Kunstbesitz, für die Bergung sei der Staat verantwortlich. «Und selbst ungeliebte kulturelle Hinterlassenschaften müssen bewahrt werden», forderte Flierl. Nun soll die Förderkommission der Kulturverwaltung einen Vorschlag für die weitere Verwendung erarbeiten.
|
























































