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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Dresdner Kunstsammlungen feiern 450-jähriges Bestehen Von Simona Block, dpa PDF Drucken E-Mail
Montag, 19. April 2010 um 07:05 Uhr

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Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zählen neben dem Pariser Louvre, dem Metropolitan Museum New York und der Ermitage in St. Petersburg zu den bedeutendsten Museen der Welt. Sie gingen aus der 1560 von Kurfürst August gegründeten Kunstkammer hervor. Mit einer großen Sonderausstellung unter dem Titel «Zukunft seit 1560» im Dresdner Residenzschloss feiert Sachsen das 450-jährige Bestehen der Sammlungen, die damit zu den ältesten in Europa gehören.

 

Dresden (dpa/sn) - Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als «Triebfeder» des Freistaates und «Botschafter auf dem ganzen Globus» gewürdigt. «Wir feiern nicht allein ein Jubiläum mit Zahlensymbolik, sondern eine Erfolgsgeschichte», sagte er am Samstag bei einem Festakt zur Eröffnung der Ausstellung «Zukunft seit 1560» im Residenzschloss Dresden. Die Schau spiegelt die Entwicklung von der kurfürstlichen Kunstkammer zum modernen Museumsverbund aus zwölf Einrichtungen mit einem in die Millionen gehenden Bestand wieder. Rund 350 Exponate, darunter Leihgaben aus dem In- und Ausland, sind bis zum 7. November zu sehen.

 

Die Kunstsammlungen legten Zeugnis ab über den Fortschritt und die neuen Ideen, die in Sachsen entstanden oder Einfluss auf das Land hatten, sagte Tillich. Sie gehörten zu der Tradition, aus der sich «unsere heutige Identität als Sachsen und Weltbürger» speise. Ihre Bestände verdeutlichten zudem, dass sich Kultur und ökonomischer Erfolg gegenseitig bedingten. «Wo die Wirtschaft blüht, gedeihen auch die Künste», betonte Tillich und verweis darauf, dass umgekehrt ein lebendiges Kulturleben kluge Köpfe anzieht. Die über Jahrhunderte gesammelten und bewahrten Schätze für nachfolgende Generationen zu erhalten und verständlich zu machen, sei Verpflichtung.

 

In den einstigen Paraderäumen der Residenz stehen handwerkliche und naturwissenschaftliche Objekte neben Kuriositäten und Werken bildender Kunst. Die Palette reicht von einer 4,5 Meter langen, prunkvoll verzierten Drahtziehbank zur Herstellung von Silberdraht aus dem 16. Jahrhundert bis zu einem Werk des US-amerikanischen Künstlers Jeff Wall von 1986. Die Exponate zeugen vom Verlangen nach Machtentfaltung und Besitzstreben, von Wissensdrang und vernetztem Denken. Thematisiert werden auch der negative Einfluss von Kriegen und das belastende Erbe der Nazizeit.

 

So kehrten für die Schau sechs Gemälde der Klassischen Moderne, die 1937 in der Nazi-Aktion «Entartete Kunst» beschlagnahmt wurden, für kurze Zeit nach Dresden zurück. Dank einer Leihgabe der Alten Pinakothek München sind das Bild «Maria als Schmerzensmutter» von Albrecht Dürer und die dazugehörigen Tafeln «Die sieben Schmerzen der Maria» aus der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister erstmals seit ihrer Trennung im 16. Jahrhundert wieder für kurze Zeit vereint.  

 

 

Internet: www.skdmuseum.de

 



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