| Klassik-Stiftung beruft Experten für Bauhaus-Museum |
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| Samstag, 24. April 2010 um 06:55 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Die Leiter der renommierten Museen Sammlung Brandhorst in München und Folkwang in Essen sollen Weimar beim geplanten Bauhaus-Museum beraten. Professor Armin Zweite aus München und Hartwig Fischer aus Essen werden dabei von den bekannten Stadtplanern Kunibert Wachten aus Aachen und Irene Wiese-von Ofen aus Essen. Dieses Expertengremium stellte die Klassik-Stiftung Weimar am Freitag vor. Die Moderation übernimmt der Erfurter Professor für Staatswissenschaften, Manfred Baldus.
Das Quintett soll im Mai tagen und Anfang Juni der Stadt und der Klassik-Stiftung einen geeigneten Standort für den Neubau des Museums vorschlagen. «Wir wollen dann noch vor der Sommerpause eine Entscheidung fällen», sagte Kultusminister und Stiftungsratsvorsitzender Christoph Matschie (SPD). Das neue Museum soll spätestens zum 100. Geburtstag der weltweit bekannten Design-Schule im Jahr 2019 stehen. Die Kosten werden auf 22 bis 23 Millionen Euro veranschlagt.
Bislang konnten sich Stadt und Land nicht auf einen Standort einigen. Der Freistaat und mit ihm die Klassik Stiftung bevorzugt die Lage am Theaterplatz in der Stadtmitte. Die Stadt will neben der Weimarhalle am Rande der Innenstadt bauen, um dieses Gebiet zu beleben. Die Stiftung befürchtet, dass Touristen den langen Weg dorthin scheuen. Zudem müsste der Stadtteil aufwendig saniert werden, was angesichts knapper Kassen nur schwer umzusetzen sei.
Die berufenen Experten zählen zu den Spitzenkräften ihrer Zunft. Zweite, langjähriger Leiter der Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen, führt seit 2008 die Brandhorst-Sammlung und verfügt dort über einen Ankauf-Etat von jährlich zwei Millionen Euro. Fischer führt mit dem Folkwang-Museum eines der bedeutendsten Sammlungen der klassischen Moderne.
Städteplaner Wachten wurde vor allem durch seine Gutachten für die UNESCO bekannt - unter anderem kritisierte er die geplante Waldschlösschenbrücke bei Dresden. Irene Wiese-von Ofen war Stadtplanerin in Essen und saß in den Vorständen mehrere Verbände unter anderem für Städtebau, Wohnungswesen und Raumordnung.
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