| Pop-Art beschert Tübinger Kunsthalle Publikumserfolg |
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| Montag, 26. April 2010 um 07:27 Uhr | ||
Tübingen (dpa/lsw) - Mit einer Ausstellung über knallige Pop-Art- Malerei hat die Kunsthalle Tübingen nach einiger Zeit wieder einen Publikumserfolg erzielt. Rund 20 000 Menschen seien in die Werkschau des US-amerikanischen Künstlers Mel Ramos gekommen, die am Sonntag nach drei Monaten zu Ende gegangen ist, sagte Kurator Daniel Schreiber. Im gesamten vergangen Jahr hatte die Kunsthalle nur 15 000 Besucher gezählt.
«Wir sind sehr zufrieden», sagte Schreiber. Vor allem das Konzept, die Besucher nicht mit der Ausstellung alleinzulassen, sondern die Kunst stärker zu vermitteln, sei aufgegangen. Ein Tübinger Kunst- Dozent hatte ins Aktzeichnen eingeführt, Fachleute diskutierten in der Ausstellung über den Konsum und die Sexualität in der Werbung. Das Landestheater Württemberg-Hohenzollern zeigte inmitten der Werke das Stück «Nipplejesus». Bei allen Veranstaltungen seien die Besucher-Zahlen gut gewesen, sagte Schreiber. «Man muss heute andere Erfahrungs- und Erlebnisdimensionen ins Museum bringen.»
Am 1. Mai wird als nächstes eine Werkschau mit 153 Werken der Malerin Karin Kneffel eröffnet. Ihre Bilder sind so realistisch gezeichnet, dass sie wie Fotos wirken. Kurator Schreiber will auch in dieser Ausstellung mit unterschiedlichen Veranstaltungen neue Zugänge zu den Werken schaffen.
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