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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



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Kunst & Kultur

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Ein bunter Vogel im grauen Kittel Von Elmar Stephan, dpa PDF Drucken E-Mail
Montag, 26. April 2010 um 07:27 Uhr

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Spahnharrenstätte (dpa/lni) - Die Wände in dem kleinen Flur hinter der Haustür hängen voll mit Bildern und Grafiken. «Das ist bestimmt die kleinste Galerie der Welt», sagt Peter Wolfgang Stein. Seit gut 15 Jahren lebt er hier in Spahnharrenstätte im Emsland, auf dem 150 Jahre alten Fresenhof. «Ich bin Künstler», sagt der 61 Jahre alte quirlige Mann im Handwerkerkittel und wiegt seinen Schopf mit den langen strubbeligen grauen Haaren hin und her. Der Besucher merkt, dass der vollbärtige, etwas schlaksig wirkende Mann niemand ist, der für eine bürgerliche Karriere geboren wurde.

 

Eine großer Druck hängt an der Wand. Kleine tanzende Figuren befreien sich aus zwei übermächtig wirkenden schwarzen Blöcken. Die Grafik verkauft er für die Kindernothilfe, die ein Drittel des Verkaufspreises bekommt. Seit zehn Jahren verdiene er mit seiner Kunst Geld für benachteiligte Kinder. «Der Erlös fließt hauptsächlich in ein Kindernothilfeprojekt in Sambia, wo traumatisierten Kindern geholfen wird», sagt Stein.

 

Bei Slow-Food-Anhängern bekannt

 

Er will sich nicht vom Kunstmarkt abhängig machen, und so lebt er auch von kleinen Kunsthandwerkserzeugnissen. Beispielsweise mit Edelsteinen gefüllte Walnüsse als Kindergeschenke, oder einen Holzbauernhof, den er in den 70er Jahren entworfen hat. Selbstbewusst sagt Stein: «Das war seinerzeit eines der beliebtesten Spielzeuge bei all jenen, die dann später die Grünen gegründet haben.»

 

Mit einem Produkt hat er sich bei Slow-Food-Anhängern auf der ganzen Welt bekanntgemacht: Aus alten Christbaumspitzen fertigt er Quirle. «Wegen ihrer unregelmäßigen Form sind die viel besser als Industriequirle», sagt Stein. Ein Artikel in der Fachzeitschrift «Der Feinschmecker» brachte ihm die Aufmerksamkeit von Kunden aus der ganzen Welt. Nun bekommt er von den Spahnharrenstättern im Januar die abgeschmückten Weihnachtsbäume, schneidet die passenden Spitzen ab, schält und poliert sie und macht daraus Quirle wie zu Omas Zeiten. Der Rest der Bäume landet auf dem Osterfeuer.

 

1949 kam Stein in Thüringen zur Welt, wuchs in Österreich auf und zog 1966 mit seinen Eltern ins ostwestfälische Vlotho bei Herford. Nach der mittleren Reife studierte er als Quereinsteiger nach dem Ablegen einer Begabtenprüfung an der Universität Paderborn Kunst und Musik. Damals lernte er auch seine Frau Hildegard (62) kennen. «Viel gelernt haben haben wir damals nicht», sagt Stein und lacht. «Das waren die 68er.» Er bricht das Studium ab und macht eine Lehre zum Orgelbauer. Den Beruf übt er aber auch nicht aus. «Wenn Sie Orgelbauer sind, können Sie eine Familie vergessen.» In dem Beruf sei man ständig unterwegs und rase von Orgelbaustelle zu Orgelbaustelle.

 

Bauernhof als «prozessuales Kunstwerk»

 

Stein wird Lyriker - sein erstes Gedicht erscheint 1971 in der «Frankfurter Rundschau» -, er schreibt «im Akkord Literaturkritiken, um die Familie zu ernähren.» Sieben Kinder hat das Paar, und mittlerweile elf Enkelkinder. Stein macht als Maler und Grafiker Ausstellungen, und bezieht Ende der 70er Jahre im Arnsberger Wald im Sauerland zum ersten Mal den «Nordwestdeutschen Kulturhof». Auch das sei ein «prozessuales Kunstwerk» gewesen. Wie in früheren Jahrhunderten bewirtschaftet er mit seiner Familie den Haarhof mit der Hand, und zieht eine Menge staunender Gäste an.

 

 Dort hält er alte Haustierrassen und bietet seinen Gästen, vor allem Kindern, das Erlebnis, dass harte körperliche Arbeit und der Umgang mit Tieren glücklich machen kann. «Die finden das richtig gut», hat Stein bemerkt. Allerdings gibt es Reibereien mit dem Gutsherren - Stein und seine Familie verlässt das Sauer- und siedelt sich im Emsland an.

 

Auch den Fresenhof in Spahnharrenstätte würde er gerne wieder so bewirtschaften. Bislang hat es noch nicht geklappt. Zumindest will er mit einem Kunstprojekt unter dem Namen «Black Box» Geld verdienen, um eine 1972 eingestürzte Stallruine zu einem «Nordwestdeutschen Sagen- und Märchenstall für Kinder» umzubauen.

 

«Künstler sind ganz andere Typen», sagt der Bürgermeister des Orts, Hubert Lager (UWG), über diesen bunten Vogel im grauen Kittel, der da in seinem Ort wohnt. «Er ist eher ein Einzelgänger. Mitglied im Schützenverein ist er jedenfalls nicht.» Stein selber sagt, dass er mit seinen Nachbarn gut auskomme. Dass er in dem bäuerlichen Umfeld ein wenig wie ein Fremder wirken muss, mache ihm nichts aus. «Auch ein Landwirt versteht schon, dass ein Künstler ein bisschen wunderlich sein muss», sagt er selbstironisch.

 



Kommentare (2)
  • k.fichte  - Ohne Worte

    Bin gerade zutiefst erschüttert. Jemand der Ende Oktober 2010 wegen "Kindesmissbrauchs" vor dem Oberlandesgericht Osnabrück verurteilt wurde wird hier als Wohltäter für Notleidende Kinder dargestellt!! :0 :0 :0 :0

  • Mooncolour

    Ist leider in unserer Gesellschaft normal.

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