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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Ignatz-Bubis-Preis an Trude Simonsohn verliehen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 27. April 2010 um 06:40 Uhr

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn (89) hat am Montagabend in der Frankfurter Paulskirche den Ignatz-Bubis-Preis für Verständigung erhalten. In ihrer Laudatio bezeichnete die frühere hessische Kunstministerin Ruth Wagner (FDP) die in Frankfurt lebende Preisträgerin als «authentische Zeitzeugin». Simonsohn habe der Nachkriegsgeneration geholfen, «aus der eigenen Geschichte zu lernen und zu lehren, wozu der Mensch fähig ist».

 

Die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung der Stadt Frankfurt erinnert an den 1999 gestorbenen früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis. Das Kuratorium hatte im Februar die Verleihung des Preises an die 89-Jährige damit begründet, dass sie mit außergewöhnlichem Engagement «Offenheit und Toleranz vorgelebt» habe. Sie habe gerade junge Menschen mit ihrem gewinnenden Wesen beeindruckt und ihnen eine «Wertorientierung der Menschlichkeit» vermittelt.

 

Die 1921 in Olmütz im heutigen Tschechien geborene Simonsohn wurde in einem liberalen jüdischen Elternhaus groß. Nach dem Einmarsch von Nazi-Deutschland schloss sie sich dem tschechischen Widerstand an. Nach dem Attentat auf den NS-Statthalter Reinhard Heydrich wurde sie verhaftet. Sie wurde in die Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz verschleppt. In einem Lager für Zwangsarbeiter gelang ihr später die Flucht.

 

Nach dem Krieg war sie unter anderem als Jugendschöffin tätig und übernahm Betreuungsaufgaben in der Jugendgerichtshilfe. Simonsohn wurde in den 1990er Jahren mit der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt und der Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen ausgezeichnet.

 

Simonsohn ist die vierte Trägerin des Ignatz-Bubis-Preises nach Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (2001), dem Limburger Bischof Franz Kamphaus (2004) und dem früheren Frankfurter Oberbürgermeister Walter Wallmann (2007). Die Auszeichnung wird alle drei Jahre verliehen. Dem Kuratorium gehört unter anderem die Witwe des Namensgebers, Ida Bubis, an. Auch Laudatorin Ruth Wagner ist Mitglied des Gremiums.

 



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