| Große Ausstellung über Frida Kahlo in Berlin |
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| Freitag, 30. April 2010 um 06:54 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Sie wird von der Frauenbewegung verehrt, ihre Selbstporträts gelten als Ikonen der Moderne: Frida Kahlo (1907-1954) zählt zu den populärsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Eine große Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau präsentiert von diesem Freitag an (bis 9. August) die bisher wohl größte Schau der Mexikanerin in Deutschland. Die Malerin habe sich zu einem «universalen Phänomen» entwickelt, sagte die Kuratorin Helga Prignitz-Poda am Donnerstag vor Eröffnung der Ausstellung.
Mehr als 150 Gemälde und Zeichnungen spüren der Entwicklung Kahlos nach - von der Avantgarde in der Zeit nach der mexikanischen Revolution bis zu der von Kahlo im Surrealismus verankerten Bildersprache aus den letzten Lebensjahren.
Die vom körperlichen Leiden gezeichnete Künstlerin, die ihr ganzes Leben die Folgen eines schweren Busunglücks zu tragen hatte, war lange vor allem wegen ihrer beiden turbulenten Ehen mit dem mexikanischen Maler Diego Rivera und der Affäre mit dem russischen Revolutionär Leo Trotzki bekannt. In den siebziger Jahren wurde auch ihr kreatives Werk verstärkt jenseits der Grenzen Mexikos zur Kenntnis genommen.
Erstmals wurden für die Ausstellung Bilder aus den beiden großen Kahlo-Sammlungen vereint, aus dem Museum Dolores Olmedo Patino und der Jacques und Natasha Gelman Collection. Das bemalte Korsett Frida Kahlos, das sich im Privatbesitz befindet, ist ebenso eine Premiere wie die letzten Selbstporträts der Malerin kurz vor ihrem Tod.
Einen großen Raum nehmen die Selbstbildnisse Kahlos ein, etwa jene mit Affen, mit Dornenhalsband oder mit Halskette. Zu sehen ist auch eine Auswahl von Fotografien ihres Vaters, dem in Pforzheim geborenen Fotografen Guillermo Kahlo, und ihres langjährigen Liebhabers Nickolas Murray.
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