| Saisoneröffnung im Kunstgewerbemuseum mit Design |
|
|
|
| Freitag, 30. April 2010 um 06:54 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Das Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz hat nach der regulären Winter-Schließzeit nicht nur die Audienzstühle sächsischer Kurfürsten entstaubt. Für die Sonderausstellung «Neue Dinge» interpretierten Designstudenten alte, im Haushalt verwendete Kannen neu, sagte Museumsdirektor Peter Plaßmeyer am Donnerstag. Neben alten Kannen aus dem Bestand des Museums werden nun Entwürfe für neue Gefäße gezeigt. Die historischen Exemplare dienten als Anstoß für Inspirationen.
Die Schau im Bergpalais zeigt zudem rund 60 Neuankäufe der vergangenen vier Jahre, aktuelles Kunsthandwerk sowie Stücke etablierter Designer wie Ewald Hald und Richard Riemerschmid. Glanzstück sei ein von Adalbert Niemeyer entworfenes elfteiliges Speisezimmer aus den Deutschen Werkstätten Hellerau von 1910, sagte Plaßmeyer.
Im Wasserpalais sind einst zu Repräsentationszwecken angeschaffte Audienzstühle sowie Silbermöbel August des Starken in renovierten Räumen neu inszeniert. In kommenden Jahren sollen weitere Räume einer Frischekur unterzogen werden, hieß es.
Das 1876 entstandene Kunstgewerbemuseum hat seit 1962 sein Domizil im früheren Lustschloss August des Starken (1670-1733) in Pillnitz. Der Sommersitz ist nicht beheizbar und muss jeweils von November bis April geschlossen bleiben. Das ehemalige Rittergut hatte Kurfürst August II. 1706 seiner Mätresse Gräfin Cosel geschenkt und nach deren Verbannung 1718 zurückgenommen. Im Zweiten Weltkrieg diente es als Auslagerungsort für Dresdner Kunstschätze.
|
























































