| Ahnen: Mit Kultursommer Grenzen überschreiten |
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| Dienstag, 04. Mai 2010 um 06:35 Uhr | ||
Mainz (dpa/lrs) Rund 250 Veranstaltungen präsentiert der diesjährige Kultursommer in Rheinland-Pfalz vom nächsten Wochenende an bis Oktober. Das Motto: «Über Grenzen». «Das Thema passt zu 20 Jahren Wiedervereinigung, aber es geht auch um Grenzen zwischen Kulturen, Religionen und auch allgemein um Grenzen in den Köpfen», sagte Kulturministerin Doris Ahnen (SPD) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Ich wünsche mir, dass bewusst mit diesem Thema umgegangen wird wir können Grenzen überwinden ohne Grenzen zu verletzen. Da geht es um Toleranz, Weltoffenheit und um Kooperation in einer solidarischen Gesellschaft.»
Und dies soll laut Ahnen bei den Veranstaltungen des Kultursommers in vielfältiger Weise thematisiert werden. Beispielsweise gebe es erstmals ein grenzüberschreitendes Theaterfestival in der Oberrhein- Region. «Wir sind ein Land mit vielen Nachbarländern und auch ein Land mit historischen Grenzen wie dem Limes», unterstrich die Ministerin. Schwerpunkte der Veranstaltungen im Kultursommer sind in diesem Jahr erneut Theater- und Musikprojekte, aber auch die Bildenden Künste oder die Literatur sind vertreten.
Das Eröffnungswochenende steigt von Freitag bis Sonntag in Idar- Oberstein - unter anderem mit dem in der DDR geborenen Schauspieler und Musiker Jan Josef Liefers, der den «Soundtrack seiner Jugend» präsentiert. Zu den etablierten Reihen des Kultursommers zählen die «Festivalsterne» Jugendtheater und Figurentheater oder die Musikreihen «Internationale Orgelfestwochen» oder «Vokalmusik entlang der Romanischen Straße».
Im Rahmen des Kultursommers wird im Juni im renovierten Landesmuseum in Trier eine neue Sonderausstellung unter dem Motto «Im Reich der Schatten» eröffnet. «Sie bietet eine multimedial ganz neue Inszenierung der Geschichte», versprach Ahnen. Nach ihren Worten ist der Kultursommer einer der Höhepunkte des Kulturjahres in Rheinland- Pfalz er sei «eine Bürgerbewegung für Kultur», da sich zahlreiche auch sehr kleine Initiativen dabei zusammenfinden. Schauplätze sind oft ungewöhnliche Orte wie Klöster, Burgen oder Industriedenkmäler. Im vergangenen Jahr lockte der Kultursommer mehrere Hunderttausend Menschen an.
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